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Chip-Industrie  

Millionenstrafe für Intel

05.06.2008, 18:18 Uhr

Koreanische Wettbewerbshüter haben den Chiphersteller Intel zur Zahlung einer Millionenstrafe verdonnert. Intel hatte den Konkurrenten AMD mit unfairen Mitteln aus dem Markt gedrängt und muss hierfür nun der Korea Fair Trade Commission insgesamt 26 Milliarden Won (16,31 Millionen Euro) zahlen. Und auch die EU sowie der US-Bundesstaat New York haben die Geschäftspraktiken des Konzerns ins Visier genommen.

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Intel wird weltweit vorgeworfen, seine dominante Marktstellung missbraucht zu haben, um den Konkurrenten AMD aus den Markt zu drängen. Laut dem Urteil der koreanischen Wettbewerbshüter habe das Unternehmen den Computerherstellern Samsung und Trigem Rabatte in Höhe von insgesamt 26 Millionen Euro eingeräumt. Diese hätten sich im Gegenzug dazu bereit erklärt, auf den Kauf von AMD-Prozessoren verzichten.

Intel kritisiert das Urteil

Der Chipkonzern ist sich keiner Schuld bewusst. Intel-Anwalt Bruce Sewell zeigte sich von dem Urteil enttäuscht und kritisierte die Wettbewerbshüter. Gegenüber dem Wirtschaftsmagazin The Wall Street Journal sagte er: "Mit dem Urteil greift die Korea Fair Trade Commission einen Grundgedanken des Wettbewerb an: die Gewährung von Preisnachlässen." Intel-Sprecher Nick Jacobs sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, das Unternehmen habe die Rabatte "keinesfalls in einer wettbewerbswidrigen Form genutzt." Intel habe sich stets fair verhalten.

Vorwürfe auch von der EU

Die koreanischen Wettbewerbshüter hatten 2007 den Chiphersteller wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht verklagt. Ähnlich Vorwürfe gibt es auch in der EU und dem US-Bundesstaat New York. So prüft die EU augenblicklich, ob Intel seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat. Auch hier geht es um die umstrittenen Vertriebspraktiken. So soll Intel etwa strategisch wichtigen Kunden Chips zu Preisen unter den Produktionskosten angeboten haben, um so AMD auszustechen.

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