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San Diego: Hartes Urteil für Krankenhaus-Hacker

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Hacker-Attacke  

Hartes Urteil gegen Klinik-Hacker

16.06.2008, 11:14 Uhr | Christoph Schmidt

Ein kalifornischer Hacker muss wegen der Löschung von Patientendaten ins Gefängnis. (Quelle: t-online.de)Ein kalifornischer Hacker muss wegen der Löschung von Patientendaten ins Gefängnis. (Quelle: t-online.de) Ein US-Gericht hat einen Computerspezialsten zu 63 Monaten Haft verurteilt, weil er die Krankendaten von tausenden Patienten absichtlich löschte. Mit der Tat wollte sich der Mann an seinem ehemaligen Arbeitgeber rächen, der eine schlechte Beurteilung über den Techniker abgegeben hatte.

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Der Richter Thomas Whelan aus San Diego verurteilte Jon Paul Oson neben der Haftstrafe auch zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 409.000 US-Dollar (266.000 Euro). Damit handelt es sich bei dem Urteil um eine der höchsten Strafen, die je im Zusammenhang mit der Löschung von Daten verhängt wurde.

Oson löschte tausende Patientendaten

Oson hatte 2004 einen Job als Netzwerktechniker beim Rat der regionalen Kliniken von San Diego angenommen, die Dienstleistungen für die Klinken der Region anbietet. Nach einer schlechten Bewertung durch seinen Arbeitgeber kündigte er 2005 verärgert seinen Job. Die Geschworenen sahen es als bewiesen an, dass Oson am 23. Dezember 2005 das System seines ehemaligen Arbeitgebers hackte und das Back-up-Programm abschaltete, das die Krankendaten von tausenden Patienten sichert. Sechs Tage später knackte er ein zweites Mal das Netz und löschte systematisch tausende Patientendaten.

Gefahr für die Gesundheit von Patienten

Der 38-Jährige verursachte mit der Löschung der Daten einen Gesamtschaden von 409.337 US-Dollar (266.027 Euro). Daneben traten erhebliche Probleme in den Kliniken auf, da den Ärzten keine Informationen über die Krankengeschichte ihrer Patienten zur Verfügung standen. Damit habe Oson die Gesundheit tausender Patienten bedroht, so der leitende Staatsanwalt. Zudem hätten die Kliniken auf ein papierbasiertes Datensystemen umsteigen müssen.

FBI-Experten überführen Hacker

Obwohl Oson seine Spuren sorgfältig verwischte, kam das FBI ihm 2007 auf die Schliche. Zwei Laserdrucker wurden dem 38-Jährigen zum Verhängnis. So waren auf den Rechnern, von denen die Attacken auf das System der Krankenhäuser ausgeführt wurde, jeweils Drucker angemeldet, die auch Oson nutzte. Zudem lautete der Name eines der Rechner kuku, der Name des Sohnes von Oson. Hierüber konnte die Cybercrime-Abteilung des FBI den Angreifer identifizieren. "Oson schien zu denken, er sei der gerissenste Typ überhaupt, aber wie so oft traf er auf jemanden, der noch schlauer war", so ein Gerichtssprecher gegenüber dem IT-Portal The Register.

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