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Google Earth: Britische Jugendliche stürmen Pools der Nachbarn

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Nachtbaden mit Google Earth

19.06.2008, 11:27 Uhr | Sascha Plischke

Nutzer von Google Earth suchen Pools im englischen Bournemouth. (Foto: Infoterra Ltd & Bluesky)Nutzer von Google Earth suchen Pools im englischen Bournemouth. (Foto: Infoterra Ltd & Bluesky) Britische Jugendliche haben ein neues Hobby: Sie verabreden sich zu Hunderten und stürmen fremde Pools für sommerliche Badepartys – ohne Erlaubnis der Besitzer. Das Auskundschaften potentieller Ziele ist dabei das geringste Problem: Die hochauflösenden Satellitenbilder von Google Earth verraten auch den Standort besonders gut verborgener Privatschwimmbäder.

Erstes Opfer des neuen Trends ist die südenglische Stadt Bournemouth. Wie die britische Zeitung Daily Mail berichtet, missbrauchten dort Horden jugendlicher Badefreunde gleich zwei Pools in einer Woche. Überraschte Schwimmbadbesitzer entdeckten mitten in der Nacht betrunkene Teenager beim Planschen in ihrem Hinterhofbecken. Andere begrüßte nachmittags nach der Arbeit der Anblick dutzender leerer Bierdosen auf dem Wasser ihrer Pools.

Trend könnte sich im ganzen Land ausbreiten

Nun befürchtet die englische Polizei, dass sich der Trend über das ganze Land ausbreiten könnte. Die Chancen dafür stehen gut: Die Pool-Crasher verabreden sich im Internet über bekannte Freunde-Seiten wie Bebo oder Facebook zu ihren Ausflügen und erreichen damit auch Bekannte, die in ganz anderen Regionen des Landes wohnen. Wenn dann der Sommer warmes Badewetter bringt und viele Hausbesitzer ihre Anwesen für den Urlaub verlassen, könnte die Versuchung besonders groß werden, den Vorreitern aus Bournemouth nachzueifern.

"Vielleicht auch was für London"

Erste Anzeichen für ein Übergreifen der Welle finden sich bereits auf den einschlägigen Internetseiten der Gruppen. So waren an den bisherigen Aktionen nur etwa 16 Leute beteiligt – eingeladen hatten die Organisatoren jedoch mehr als 500 Freunde. Einer davon musste zwar absagen, fand die Idee aber durchaus nachahmenswert: "Ihr verrücktes Volk und eure verrückten Ideen! Ich werde es leider nicht schaffen, aber vielleicht kann ich so was ja auch hier in London aufziehen."

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