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Mexiko: Auftragsmörder wirbt im Internet

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Auftragsmörder wirbt im Internet

14.07.2008, 13:11 Uhr | Bela Beier

 

6000 Dollar für einen Mord. (Screenshot: t-online.de) 6000 Dollar für einen Mord. (Screenshot: t-online.de)Einen Mord online buchen: Was bisher nur aus drittklassigen Actionfilmen bekannt war, ist in Mexiko Realität. Die Drogenkartelle haben so viele Meuchelmörder hervorgebracht, dass diese mittlerweile im Internet Werbung für ihre Dienste machen.

Es tauchen vermehrt Annoncen in mehreren Kleinanzeigen-Portalen Südamerikas auf, die im Klartext Auftragsmorde anbieten. Zwischen Mathe-Nachhilfe und Haushälterdiensten bietet ein "Sicario exmilitar", ein Attentäter mit Militär-Erfahrung, seine Dienste an. "Professionell und diskret" werde für 6000 US-Dollar der Auftrag in zehn Tagen oder weniger erledigt. Eine Zusatzqualifikation gibt der Profikiller an: Spanien-Erfahrung.

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Kleinanzeigen im Internet

Diese besondere Form der Dienstleistung entwickelt sich zu einem beliebten Trend in Mexiko. Neben den eindeutigen Angeboten im Internet finden sich Offerten der mörderischen Dienstleister auch in kostenlose Kleinanzeigen von Lokalzeitungen oder bei großen Werbediensten. Aber auch potentielle Auftraggeber suchen ganz ungeniert per Anzeige nach den ganz speziellen Problemlösern: So fragt ein Kunde nach einem "Auftragsmörder für einen möglichen Auftrag im Regierungsbezirk Mexiko." Natürlich besteht bei allen Anzeigen immer die Möglichkeit eines geschmacklosen Scherzes. Für die mexikanischen Behörden ist das Phänomen jedoch bitterer Ernst: Allen Anzeigen werde nachgegangen, sagte ein Sprecher der Polizei gegenüber der Zeitung Reforma.

Mexiko ist machtlos

Die mexikanischen Behörden scheinen jedoch angesichts ständig zunehmender Gewalt machtlos. Experten gehen von etwa 1.400 Morden im laufenden Jahr aus. Machtkämpfe zwischen den Drogenkartellen fordern nicht nur die Leben der Bandenmitglieder, sondern auch Polizisten- und Zivilistenleben. Zwar sind über 25.000 Soldaten und Polizisten in Mexiko für die Bekämpfung der Kartelle abkommandiert - aber fehlende Effizienz des Rechtssystems verhindert und erschwert nach Informationen der BBC Ermittlungen. Das mexikanische Justizsystem gilt als eines der korruptesten der Welt.

Irin zeigt Nachfrage

Doch nicht nur in Mexiko sind Auftragsmorde eine gesuchte Dienstleistung: So beauftragte eine 45-jährige Irin im Internet einen angeblichen Berufskiller, der Ihren Exmann und dessen Söhne umbringen sollte. Jedoch erpresste der Killer die gedachten Opfer: "100.000 Euro oder der Auftrag wird ausgeführt". So vorgewarnt schaltete der erpresste Sohn die Behörden ein. Die Informationen für Verhaftung und Anklage der Mutter und des Auftragsmörders fand die Polizei in Form von Emails auf verschiedenen Rechnern.

 
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