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Böser Spaß mit Knochenmarkspenden

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Hoaxes  

Böser Spaß mit Knochenmarkspenden

18.07.2008, 10:21 Uhr

Sie drücken auf die Tränedrüse, spielen mit der Hilfsbereitschaft und sind dennoch nichts anderes als Verarsche: Kettenmails, die einen Knochenmarkspender suchen. Die Nachrichten gehören zu den ältesten Falschmeldungen des Internets und werden immer noch unbedacht weiter geleitet. Geholfen wird dadurch niemandem.

Der Aufruf zur Knochenmarkspende geistert bereits seit dem Jahr 2000 durchs Internet. Doch nach wie vor fallen Menschen auf die Lügenmail herein und leiten sie an Freunde, Bekannte und Kollegen weiter. Angeblich sucht Heiko Spatz einen Knochenmarkspender mit der Blutgruppe "AB-Rhesus negativ" für seine an Leukämie erkrankten Freunde. Diese habe nur noch wenige Wochen zu leben, und die E-Mail sei die letzte Chance auf Rettung.

Googeln entlarvt den Kettenmail

Doch das ist alles erlogen. Schon eine Google-Suche nach dem vermeintlichen Empfänger wie beispielsweise Heiko Spatz entlarvt den bösen Spaß. Auf fast 1500 Seiten ist zu lesen, dass sich hinter dem Namen kein verzweifelter Mann auf der Suche nach einem Knochenmarkspender für seine Freundin steckt, sondern ein Mann, der Opfer eines Hoaxes wurde.

Hoaxes sind im Internet altbekannt

Hoaxes, zu deutsch etwa Scherz oder Schwindel, gehören zu den alten Übeln des Internets und der E-Mail-Kommunikation. Diese Späße gibt es in verschiedenen Varianten: Zum einen werden skurrile Geschichten zu Fotomontagen oder echten Fotos erfunden, zum anderen ist der Text einer Mail selbst der Spaß. Besonders beliebt: Bei jeder Preiserhöhung der Ölkonzerne landet ganz sicher die alte Rundmail mit dem Boykott-Aufruf der großen Tankstellen-Ketten wieder im Postfach. Schuld ist, wer dies noch an Bekannte weiterleitet. Zudem kursieren falsche Virenwarnungen, (Un-)Glücksbriefe, vermeintliche Lebensweisheiten und dumme Witze auf diese Weise seit vielen Jahren. Und die Invasion dieses Unsinns nimmt kein Ende.

Übles Spiel mit Heiko Spatz

Heiko Spatz selbst ist nur ein Opfer eines Spaßes. Der Mann aus der Nähe von Aschaffenburg existiert wirklich, leitete einst unbedarft eine der Kettenmails weiter, hängte eine Mailsignatur samt Adresse und Handynummer an und das Unglück nahm seinen Lauf. Der nächste Spaßvogel missbrauchte diese Daten und ließ Spatz zum Sucher werden. Heiko Spatz erhielt damals bereits Unmengen an Anrufen fremder Leute, die ihm helfen wollten. Noch heute soll er Nachrichten von Hilfsbereiten bekommen.

In Datenbank aufnehmen lassen

Wer Knochenmark spenden möchte, ohne dabei auf eine gefälschte Kettenmail hereinzufallen, kann sich auf dem Internetauftritt der Gesellschaft der deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) informieren. Dort erhalten Stammzellspender wie auch Betroffene umfangreiche Informationen.

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