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Familiendrama  

Entflohener Spammer läuft Amok

25.07.2008, 10:57 Uhr | Christoph Schmidt

Familiendrama in Colorado: Ein entflohener Internet-Krimineller hat seine Ehefrau und seine Tochter erschossen und sich anschließend selbst gerichtet. Eddie Davidson war am Wochenende aus einem Gefängnis in Colorado geflüchtet, wo er eine 21-monatige Haftstrafe wegen des massenhaften Versands von Werbe-Mails (Spam) zu verbüßen hatte. Dabei soll er seine Frau gezwungen haben, ihm die Flucht zu ermöglichen.

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Wie das US-Magazin PC World berichtet, endete die Flucht des berüchtigten Spammers Davidson tragisch: Der 35-Jährige floh am Sonntag aus dem Florence Federal Correctional Complex, einem Gefängnis mit niedriger Sicherheitseinstufung. Im Haus seiner Frau in dem Städtchen Lakewood in der Nähe von Denver versorgte er sich mit neuer Kleidung. Offensichtlich fuhr er dann weiter in seine Heimatstadt Bennet.

"Was für ein Alptraum"

Dort erschoss er zuerst seine Frau und seine dreijährige Tochter, bevor er die Waffe auf sich selbst richtete. Ein weiteres Kleinkind fand die Polizei am Tatort unversehrt, während eine Jugendliche das Drama nur mit schweren Verletzungen überlebte. Richter Troy Eid kommentierte das Familiendrama in einer eMail: "Was für ein Alptraum, und so ein Feigling. Davidson verhängte die Todesstrafe über seine Familie für Verbrechen, die er begangen hatte."

21 Monate Haft für unverlangte Werbung

Davidson wurde Anfang 2008 wegen des Versands hunderttausender Spam-Mails zu 21 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner Flucht aus dem Gefängnis waren sowohl FBI als auch U.S. Marshals auf der Jagd nach dem 35-Jährigen, der mit betrügerischen Anlagetipps in den vergangenen Jahren über 2,25 Millionen Euro verdient haben soll.

Spam-Imperium brachte Millionen

Davidson betrieb von dem Städtchen Bennett aus ein regelrechtes Spam-Imperium, über das er unzählige Werbe-Mails versandte. Hierzu hatte er sich ein riesiges Netzwerk von Servern und Computern zusammengestellt und hunderttausende eMail-Konten angemeldet. Über diese versandte er zusammen mit Angestellten die nervigen Werbe-Botschaften, die gefälschte Absender-Informationen enthielten. Damit wollte er die Herkunft der eMails verschleiern. Im Auftrag eines Unternehmens aus Houston versandte er dann Anlagetipps für sogenannte Pennystocks - Aktien zu niedrigen Preisen. Allein von diesem Unternehmen soll er umgerechnet 900.000 Euro erhalten haben.

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