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Peking: Hacker deckt Betrug bei Olympia 2008 auf

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Peking  

Hacker deckt Betrug bei Olympia auf

21.08.2008, 16:17 Uhr | pressetext.de/t-online.de

Ein US-Hacker behauptet: Die chinesische Turnerin He Kexin hat bei ihrem Alter gemogelt. Ein US-Hacker behauptet: Die chinesische Turnerin He Kexin hat bei ihrem Alter gemogelt. Skandal bei Olympia: Zumindest behauptet dies ein US-Sicherheitsexperte. Er will einem Altersbetrug bei den olympischen Spielen auf die Schliche gekommen sein. Suchergebnisse bei Google untermauerten den möglichen Altersbetrug bei der chinesischen Olympiasiegerin He Kexin.

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Der Hacker Stryde Hax behauptet in seinem Blog http://strydehax.blogspot.com, im Cache der Suchmaschine fündig geworden zu sein. Die aufgespürten Dokumente bestätigten, dass die chinesische Olympia-Turnerin jünger ist, als sie in ihrem offiziellem Pass ausgewiesen wird. Offizielle Dokumente wiesen für die Sportlerin das Geburtsjahr 1994. So dürfte sie gar nicht bei den Spielen teilnehmen. Die Originaldokumente seien mittlerweile freilich verschwunden - eine Verschleierungstat chinesischer Hacker?

Olympioniken müssen 16 sein

Die Diskussion um den möglichen Altersbetrug wird schon seit einigen Tagen heftig geführt. Laut IOC-Reglement müssen Olympiateilnehmer das Mindestalter von 16 Jahren aufweisen. Die New York Times wies als erstes Medium auf digitale Beweise hin, die belegten, dass chinesische Athleten von den Behörden älter gemacht wurden, als sie tatsächlich sind. Vergangene Woche stießen Redakteure der Nachrichtenagentur AP auf Berichte der chinesischen Agentur Xinhua, aus denen hervorgeht, dass die Turnerin vor Beginn der olympischen Spiele 13 Jahre und neun Monate alt war - zu jung für Olympia. Nach Veröffentlichung des Artikels verschwand der Originaltext der chinesischen Agentur.

Wurde die Google-Suche manipuliert?

Dem Hacker Stryde Hax erging es ähnlich. Die erste Suchanfrage mit dem Namen der Turnerin und dem Geburtsjahr 1994 ergab zwei Treffer. Beide Male stieß er auf offizielle Listen, die das Mädchen als 14-Jährige ausgeben. Wenige Stunden nach der Veröffentlichung seiner Funde wiederholte er die Suche und stellte fest, dass eine Fundstelle davon verschwunden war - das Originaldokument ebenso wie der Link im Google-Cache.

China zensiert das Internet

Seine Ergebnisse wollte Stryde Hax mithilfe der in China beliebten Suchmaschine Baidu überprüfen und stieß interessanterweise auf ein weiteres Dokument, das Google nicht kannte. Auch hier wurde die junge Turnerin mit dem Geburtsdatum 1.1.1994 angegeben. Für Stryde Hax der Beweis, dass die Altersangaben der Mädchen gefälscht wurden. "Diese Geschichte dreht sich um Zensur", schreibt der Hacker. "Es ist für mich das erste Mal, dass Aufzeichnungen wie Sand durch meine Finger rinnen. Fakten verschwinden in einem großen Loch im Web."
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