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PC-Sicherheit: Anwender tappen bereitwillig in die Pop-Up-Falle

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Gefährliche Warnmeldungen  

Anwender tappen bereitwillig in die Pop-Up-Falle

24.09.2008, 11:14 Uhr

PopUp-Fenster stellen oft ein Sicherheitsrisiko dar. (Alle Screenhots: McAfee)PopUp-Fenster stellen oft ein Sicherheitsrisiko dar. (Alle Screenhots: McAfee) Die meisten Internet-Nutzer können gefälschte Windows-Pop-Ups nicht von echten Warnungen des Betriebssystems unterscheiden – selbst, wenn sie bereits mehrfach Fehler gemacht haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forschern der North Carolina State University. Dabei stellen diese falschen Warnmeldungen eine echte Gefahr dar: Schon ein falscher Klick kann den Computer verseuchen.

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Für die aktuelle Studie wurden echte Warnmeldungen einer lokalen Windows-Installation falschen, gefährlichen Pop-Ups aus dem Internet gegenübergestellt. Die Probanden waren dabei vorgewarnt, dass ein Teil der Nachrichten gefälscht sind, so die Forscher. Dennoch hätten 63 Prozent auch bei den Fälschungen einfach auf "OK" geklickt – das Pop-Up genauer in Augenschein zu nehmen und vor dem Klick nachzudenken kam ihnen gar nicht in den Sinn. "Diese Studie zeigt, wie leicht Menschen im Web getäuscht werden können", sagt daher Michael S. Wogalter, Professor für Psychologie und Co-Autor der Studie, im Interview mit dem Branchendienst pressetext. Dabei könne das beobachtete Verhalten dem User durch die Installation unerwünschter Software ernsthaft schaden, so der Wissenschaftler.

Falsche Virenprogramme verseuchen den Computer

"Gefälschte Pop-Ups sind schon seit vielen Jahren eine Methode, um Nutzer in die Irre zu führen", warnt auch Kaspersky-Virenexperte Magnus Kalkuhl. Wie eine solche Bedrohung konkret aussehen kann, beschreibt Kalkuhl so: "Bei Besuch einer Webseite erscheint auf einmal ein Pop-Up, das den Nutzer davor warnt, sein Computer wäre infiziert", so der Experte. Zur Bekämpfung der angeblichen Bedrohung soll der Anwender ein vorgebliche Anti-Virenprogramme installieren – und die haben sich auf eine ganz spezielle Abzock-Strategie spezialisiert. Diese Programme täuschen einen Befall mit etlichen Viren vor, und um die zu entfernen soll der Anwender ein weiteres, kostenpflichtiges Programm herunterladen. Das ist jedoch nicht die einzige Bedrohung: Viele dieser gefälschten Software-Pakete sind selbst Trojaner und verseuchen nach Installation den Rechner.

Fälschungssichere Warnungen gibt es nicht

Dabei handelt es sich bei den getesteten Probanden keineswegs um besonders unvorsichtige Zeitgenossen. Auch erfahrenen Computernutzern fällt es oft schwer, zwischen echten und falschen Warnmeldungen zu unterscheiden – die Fälschungen wirken mittlerweile täuschend echt. Man könne zwar versuchen, echte Meldungen durch zusätzliche Merkmale leichter erkennbar zu machen, so die Forscher. Projektleiter Wogalter ist allerdings skeptisch: "Ich weiß nicht, ob überhaupt eine Nachricht entwickelt werden könnte, die nicht kopiert und missbraucht werden kann." Er appelliert daher an die User, gebührende Vorsicht walten zu lassen: "Seien Sie misstrauisch, wenn ein Pop-Up erscheint. Klicken Sie nicht auf 'OK' - schließen Sie stattdessen das Fenster."

pressetext.de

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