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Internet-Auktionen: Warum bei eBay zuviel geboten wird

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Online-Auktionen  

Warum bei eBay zuviel geboten wird

26.09.2008, 09:23 Uhr | Sascha Plischke mit Material von dpa

Kauf um jeden Preis? Unterschwellige Ängste lockern den Geldbeutel. (Screenshot: eBay.de) (Quelle: dpa)Kauf um jeden Preis? Unterschwellige Ängste lockern den Geldbeutel. (Screenshot: eBay.de)Wissenschaftler der Universität von New York haben in einer aktuellen Studie heraus- gefunden, warum eBay-Kunden bei Auktionen oft deutlich mehr bezahlen als die ersteigerten Gegenstände tatsächlich wert sind. Die Forscher beobachteten die Hirnaktivitäten der Probanden bei einer simulierten Auktion – dabei gerieten die Bieter geradezu in ein Auktionsfieber. Fazit der Studie: Menschen haben Angst vor dem Verlust ihres Ansehens.

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Bei dem Versuch ließen die Forscher um den Neurologen Mauricio Delgado die Probanden an einem Lotteriespiel und einer simulierten Auktion teilnehmen. Dabei beobachteten die Wissenschaftler, welche Hirnregionen der Testpersonen aktiv wurden. Bei beiden Spielen konnten die Probanden Geld gewinnen oder verlieren. Dafür stand ihnen ein gewisses Budget für Auktion oder Glücksspiel zur Verfügung, bei einem Gewinn sollten sie das Restgeld behalten dürfen. Dabei stellten die Forscher fest, dass das Wettbieten deutlich stärkere Hirnreaktionen hervorrief als eine Niederlage durch Lospech.

Auf der Suche nach der Ursache des Bietfiebers

In einer zweiten Versuchsanordnung untersuchten die Forscher dann, wie sehr diese Aufregung mit der Angst vor Ansehensverlust zusammenhängt. Dabei teilten sie die Probanden in drei Gruppen ein: Eine Gruppe diente als Vergleichsgruppe und sollte nur bieten, ohne Konsequenzen bei Erfolg oder Misserfolg, einer zweiten Gruppe versprachen sie bei erfolgreichem Gebot eine finanzielle Prämie, während die dritte vor der Auktion zusätzliches Geld bekam, das sie bei einer Niederlage verlieren sollte. Die zweite Gruppe konnte also nur gewinnen, während die dritte Gruppe etwas zu verlieren hatte.

Angst vor der Niederlage

In dem Versuch boten dann jeweils zwei zufällig ausgewählte Mitglieder gegeneinander. Das Ergebnis: Spieler der dritten Gruppe boten durchgehend mehr als ihre Konkurrenten aus den anderen Gruppen – aus Angst vor dem Verlust bei der Niederlage. "Es gab Untersuchungen, die das Phänomen des Überbietens entweder der Risikovermeidung oder der "Freude am Gewinnen" zugeschrieben haben", erklärt der Wirtschaftswissenschaftler Andrew Schotter das Ergebnis der Studie. "Mittels bildlicher Darstellung konnten wir zwischen diesen widersprüchlichen Erklärungen unterscheiden und zu einer neuen Begründung kommen – der "Angst zu verlieren".

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