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Online-Kriminalität: Abo-Abzocker im Visier der Ermittler

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Online-Betrug  

Abo-Abzocker im Visier der Ermittler

30.09.2008, 10:26 Uhr | Sascha Plischke

Immer mehr Internetnutzer werden von dubiosen Online-Diensten abgemahnt. (Quelle: t-online.de)Immer mehr Internetnutzer werden von dubiosen Online-Diensten abgemahnt.Schlag gegen die Betreiber von Abzocker-Seiten im Internet: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Ermittlungen gegen eine Firmengruppe eingeleitet, die gleich mehrere undurchsichtige Web-Angebote betrieben haben soll. Das berichtet der Hessische Rundfunk. Erstmals ermittelt damit eine Staatsanwaltschaft in großem Stil wegen Betrugs gegen Abo-Abzocker – nun könnte es eng werden für zwielichtige Geschäftemacher.

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Das Frankfurter Verfahren richtet sich gegen einen Unternehmensverbund rund um die Firma Deutsche Inkassostelle. Dabei wurden Privatwohnungen und Büros in Eschborn, Frankfurt und der Schweiz von Ermittlern durchsucht – insgesamt befinden sich 16 Firmen und 23 Personen im Visier der Ermittler. "Wir ermitteln gegen die Deutsche Inkassostelle in Eschborn wegen des Verdachts des Betrugs oder der Mittäterschaft", sagte die Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft, Doris Möller-Scheu, dem hr.

Erstmals großangelegtes Strafverfahren gegen Hintermänner

Das Verfahren ist eines der ersten in Deutschland, bei dem die Justiz in großem Stil gegen die Hintermänner von Abo-Abzock-Seiten vorgeht. Bisherige Verfahren beschäftigten sich vor allem mit der Rechtmäßigkeit der gestellten Geldforderungen – nun steht die Legalität des Geschäftsmodell grundsätzlich auf dem Prüfstand. Sollte es zu Verurteilungen wegen vorsätzlichen Betrugs kommen, dürfte es für die Anbieter ähnlicher Seiten in Zukunft deutlich schwerer werden, ihre zwielichtigen Forderungen einzutreiben. Zumal die Frankfurter Staatsanwälte nun auch die undurchsichtige Verflechtung von Inkasso-Unternehmen und Seiten-Betreibern unter die Lupe nehmen wollen.

Dubiose Verflechtung von Geldeintreibern und Abzockern

So soll die Deutsche Inkassostelle unter anderem mit dem Internet-Angebot Nachbarschaftspost.com in Verbindung stehen. Bei dem Dienst locken die Hintermänner ihre Opfer mit Telefonanrufen auf die Seite – ein Nachbar habe angeblich eine wichtige Botschaft hinterlassen, die nur nach Anmeldung bei dem Internet-Portal gelesen werden könne. Wer darauf herein fällt, schließt ein kostenpflichtiges Abonnement ab. Mehrere Verbraucherzentralen haben bereits in der Vergangenheit immer wieder vor diesem Dienst gewarnt.

Internet-Abzocke wird zum Massengeschäft

Mittlerweile hat sich das Problem der Internet-Abzocke massiv ausgeweitet. Allein bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt sind im aktuellen Fall mehr als 10.000 Anzeigen eingegangen. "Wir werden von dem Massengeschäft erschlagen", so Sprecherin Möller-Scheu. Immer mehr Deutsche werden von dubiosen Internet-Anbietern mit Geldforderungen belästigt. Ob Model-Casting, IQ-Test, Kochrezepte, Ahnenforschung, Hausaufgaben, Führerscheintest, Gedichte, Songtexte oder Lehrstellen: Der Einfallsreichtum der Anbieter nimmt kein Ende. Hinter den vermeintlich kostenlosen Angeboten stecken im Kleingedruckten oft teure Dienste oder Abonnements mit mehrjähriger Laufzeit. Die Verbraucherzentralen empfehlen den Opfern solcher Angebote, nicht auf die Forderungen einzugehen und im Zweifel anwaltlichen Beistand zu suchen.

Download Tipps der Verbraucherzentrale Baden-W. (PDF-Datei)
Download Musterbriefe gegen Abo-Abzocke der VZ NRW

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