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Norwegen: Verbraucherschutz verklagt Apple

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Musik mit Kopierschutz  

Norwegen verklagt Apple

30.09.2008, 14:12 Uhr | Sascha Plischke

Für Norwegen ein zu gutes Team: Apples iTunes Store und die iPod-Familie. (Bild: Apple)Für Norwegen ein zu gutes Team: Apples iTunes Store und die iPod-Familie. (Bild: Apple)Harte Zeiten für Apple: In Norwegen will nun der oberste Verbraucherschützer den Computer-Hersteller verklagen. Der Grund ist Apples hauseigener Kopierschutz für Musik. Der gilt für einen Großteil der Musik im iTunes Music Store und hat einen unangenehmen Nebeneffekt: So geschützte Musik lässt sich nur auf den iPods von Apple wiedergeben.

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Seit zwei Jahren kämpft Norwegens Verbraucher-Ombudsmann Bjorn Erik Thon bereits gegen diese enge Kopplung von Hardware und verkaufter Musik. Die funktioniert weltweit gleich: Wer bei Apple Musik kaufen möchte, benötigt das Abspiel-Programm iTunes. Das wiederum ist offiziell das einzige Tool, mit dem sich Songs auf einen iPod laden lassen. Darüber hinaus verwendet Apple für einen Großteil der iTunes-Musik den Kopierschutz FairPlay – und den versteht nur der iPod.

Unzumutbare Bevormundung des Verbrauchers

Für Thon ist das eine unzumutbare Bevormundung des Verbrauchers. Schon 2006 formulierte er eine offizielle Beschwerde, in der es hieß, Apple verwende seinen Kopierschutz, um den Käufern die die Hardware für die Wiedergabe vorschreiben zu können. Seither habe Apple zwar Fortschritte gemacht, die Kopplung zwischen iTunes und iPod jedoch nicht wie gefordert aufgehoben.

Verletzung von norwegischem Recht

"Es ist das Recht eines Verbrauchers, im Internet gekaufte und herunter geladene digitale Musik auf dem Abspielgerät seiner Wahl zu speichern und wiederzugeben", so Thon in seiner aktuellen Beschwerde. "iTunes macht genau das unmöglich oder erschwert es erheblich, und das verstößt gegen norwegisches Recht." Bis zum dritten November will der Verbraucherschützer Apple noch Zeit geben – dann soll seine Behörde Klage bei den Norwegens obersten Wettbewerbshütern einreichen.

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