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Second Web: Jugendlicher startet zweites Internet

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The Second Web  

Jugendlicher startet zweites Internet

10.10.2008, 15:30 Uhr

Second Web: Ein zweites Internet soll Domain-Probleme lösen. (Screenshot: thesecondweb.net)Second Web: Ein zweites Internet soll Domain-Probleme lösen. (Screenshot: thesecondweb.net) Ein 16-jähriger Österreicher will das Internet umkrempeln: Unter dem Namen Second Web will der junge Student aus Wien eine Art zweites Netz parallel zum regulären Web etablieren.

Die Idee ist so clever wie einfach. Ein Zweitbrowser als Online-Applikation auf der Web-Seite des Projekts ist der Zugang für das Zweitnetz, in dem die Surfer dann genauso unterwegs sein können wie im herkömmlichen Web. Das Konzept kommt offenbar an, tausende Adressen sind schon registriert.

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Die Idee für das Projekt hatte der Wiener Julian Zehetmayr, als er eine Domain registrieren wollte – und jede Variation schon vergeben war. Was wäre, so die Überlegung, wenn es ein zweites Internet gäbe, in dem noch alle Adressen frei wären. "Das Domainproblem im Internet ist heute nicht mehr zu übersehen. Da wäre es doch sinnvoll, wenn es dennoch eine Möglichkeit gäbe, an die gewünschte Webadresse zu kommen", so Zehetmayr im Gespräch mit dem Branchendienst Pressetext. Das war die Geburtsstunde von Second Web.

Das Internet im Internet

Glaubt man seinem Erfinder, stößt das Second Web auf beachtliche Nachfrage. Seit dem Start am 21. Julian Zehetmayr: Der Erfinder des Second Web. (Foto: Julian Zehetmayr)Julian Zehetmayr: Der Erfinder des Second Web. (Foto: Julian Zehetmayr)September hätten User bereits über 5000 Webadressen bei ihm registriert, versichert Zehetmayr. Der Interessentenkreis wachse dabei täglich, die Kunden kämen von überall rund um den Globus. Kritiker sind skeptisch und halten das Ganze für einen gelungenen Marketinggag. So bleibt Zehetmayr auch realistisch: "Wir wissen, dass das Second Web niemals das erste ersetzen kann, weil es ja auf ihm basiert. Alles was wir wollen, ist virtuelle Domains in einem fiktiven zweiten Internet zu verkaufen."

Zugang über Browser im Browser

Das System des Second Web ist einfach: Eine Online-Applikation auf der Web-Seite des Zweitnetzes imitiert einen Browser, inklusive Adresszeile. "Wer Seiten im Second Web finden will, muss zunächst auf unsere Homepage www.thesecondweb.net gehen. Dort hat er die Möglichkeit, in einem speziellen Browser nach bestimmten Domains zu suchen." Um den Surfern den Zugang zum Second Web in Zukunft noch bequemer zu machen bastelt der Student gerade an Erweiterungen für Browser wie Firefox oder den Internet Explorer. Mit ihnen könnten sich Nutzer dann direkt über den gewohnten Browser im Zweit-Internet bewegen.

Erfinder plant schon den nächsten Schritt

Nutzer, die sich eine Wunschadresse im Second Web sichern wollen, müssen hierfür einmalig fünf Dollar investieren. Bislang sind allerdings lediglich .com-Adressen registrierbar. "Auf längere Sicht sollen aber auch andere Domains integriert werden", betont Zehetmayr. So arbeitet der Student unter anderem an der Einbindung verschiedenen länderspezifischen Adressen. Dass Unternehmen wie Google oder Coca Cola empfindlich reagieren könnten, wenn ihre Domain im Zweitweb von Dritten registriert wird, sieht Zehetmayr nicht als Problem. "Wir haben uns in dieser Hinsicht rechtlich abgesichert. Juristisch gesehen handelt es sich bei Second-Web-Domains nämlich nicht um echte Internetadressen, sondern um Datenbankeinträge", stellt Zehetmayr klar. "Wenn sich eine Firma dennoch bei uns beschwert, dann wird die betreffende Domain von uns gesperrt und der User, der sie registriert hat, bekommt sein Geld zurück."

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pressetext.de/t-online.de

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