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Online-Kriminalität  

Manipulierte Kreditkartenleser funken nach Pakistan

13.10.2008, 12:55 Uhr | Sascha Plischke

Kreditkartendaten sind eine begehrte Beute der Online-Gangster. (Quelle: dpa)Kreditkartendaten sind eine begehrte Beute der Online-Gangster.Ermittler haben europaweit in den Kreditkartenlesern großer Lebensmitteldiscounter Spionageplatinen entdeckt. Diese sammelten die Daten von Kundenkarten und sendeten sie per Mobilfunk einmal pro Tag an eine Nummer im pakistanischen Lahore. Das haben Recherchen des Wall Street Journal ergeben. Der Schaden soll im zweistelligen Millionenbereich liegen. Betroffen sind nach ersten Funden in britischen Supermärkten der Ketten Wal-Mart und Tesco auch hunderte Geräte in Irland, Belgien, Holland und Dänemark.

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Von außen sollen die manipulierten Geräte nicht von einem normalen Kreditkartenleser zu unterscheiden sein. Allerdings sind die betrügerischen Versionen etwa 100 Gramm schwerer, weshalb Ermittler in ganz Europa in Verdachtsfällen Geräte wiegen. Wie die Spionage-Platinen an ihren Platz gekommen sind, ist bislang noch unklar, ebenso ob lediglich Kreditkarten-Lesegeräte oder die auch in Deutschland üblichen EC-Kartenleser betroffen sind. Sicher ist nur, dass alle Geräte aus chinesischer Herstellung stammen. Laut der Zeitung benutzten die Täter die Daten für den Kauf von Dienstleistungen und Waren, oft Reisetickets. Bisher wird der Schaden allein in Großbritannien auf 37 bis 75 Millionen Euro geschätzt.

Wachmann bemerkte Manipulation

Aufgedeckt wurde der Fall nur durch einen glücklichen Zufall. Einem Wachmann in einem der betroffenen Lebensmittelgeschäfte waren Störgeräusche bei einem Handy-Gespräch aufgefallen. Die von ihm alarmierte Polizei konnte dann die Manipulationen feststellen. Dabei entdeckten Spezialisten, wie ausgeklügelt die Betrugstechnik tatsächlich ist. So kopiert die Platine nur ausgewählte, besonders hochwertige Daten und kann sich selbst in einen Ruhezustand versetzen, um nicht entdeckt zu werden. Zudem haben die Kriminellen die Daten jeweils erst mit zweimonatiger Verzögerung benutzt. Der Kreditkartenanbieter MasterCard International hat in den vergangenen Wochen bereits europaweit hunderte Lesegeräte überprüft.

Nach Informationen des britischen Daily Telegraph schöpften Mitarbeiter des Kreditkartenunternehmens bereits Anfang des Jahres Verdacht, als sie Unregelmäßigkeiten in den Transaktionen von Karteninhabern feststellten. Die Experten erkannten, dass offenbar zahlreiche Daten für geklonte Karten missbraucht wurden, mit denen die Täter weltweit einkauften.

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