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Hacker-Attacke auf Scientology: 18-Jähriger Amerikaner angeklagt

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Hacker-Attacke  

18-Jähriger wegen Angriff auf Scientology angeklagt

20.10.2008, 11:23 Uhr | Sascha Plischke

Das Haus der Organisation der Scientology in Hamburg. (Foto: dpa)Das Haus der Organisation der Scientology in Hamburg. (Foto: dpa) Ein 18-jähriger Amerikaner steht nun wegen der Beteiligung an Angriffen auf die Server von Scientology vor Gericht. Der Hacker soll unter dem Gruppen-Decknamen Anonymous gemeinsam mit weiteren Komplizen so genannte DDoS-Attacken auf die Infrastruktur der Organisation ausgeführt haben: Dabei überladen die Angreifer die Netz-Server mit sinnlosen Anfragen. Dem jungen Mann drohen nun bis zu zehn Jahre Gefängnis – seine Untergrundgruppe plant jedoch schon neue Aktionen.

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Eigentlich wollte Dmitriy Guzner gegen die Methoden von Scientology protestieren. Als dann jedoch im Januar ein Video der selbsternannten Widerstandstruppe Anonymous im Netz auftauchte, ließ sich der junge Computerfreak von der martialischen Sprache zu einem Angriff auf die Internet-Infrastruktur der Organisation verleiten. Über die losen Verbindungen der Gruppe fand Guzner Kontakt zu weiteren Anonymous-Sympathisanten – gemeinsam bombardierten sie Scientology schließlich in einem geballten Angriff und legten mehrere Internet-Seiten der Organisation lahm.

Spezialeinheit verfolgte Spur zurück

Für diesen Angriff steht Guzner nun vor Gericht. Eine Spezialeinheit des FBI war der Anzeige von Scientology nachgegangen und hatte die Spur der Attacke zu ihm zurückverfolgt. Der 18-Jährige hat sich bereits schuldig bekannt und zu einer Zahlung von umgerechnet 28.000 Euro Schadenersatz bereit erklärt. In der nun folgenden Hauptverhandlung könnte es jedoch für den Hacker deutlich schlimmer kommen: Für Attacken wie die von Guzner können amerikanische Gerichte eine Höchststrafe von bis zu zehn Jahren Gefängnis verhängen.

Anonymous bleibt für Behörden nicht zu fassen

Dabei ist der junge Mann nur ein einzelnes Mitglied von Anonymous, keiner seiner Komplizen konnte bislang gefasst werden. Hinter dem geheimnisvoll klingenden Decknamen verbirgt sich auch keine echte Untergrund-Organisation, sondern ein loses Netz ganz unterschiedlicher Individuen und kleinerer Protestgruppen – jeder kann sich des Namens für seine Zwecke bedienen. Meist steht dabei anarchistischer Spaß im Vordergrund. So kam es nicht nur zu aggressiven Hacker-Attacken auf Scientology, sondern auch zu legalen Spaß-Protesten. So erreichten tausende schwarzer Faxe die Büros von Scientology – um deren Toner zu verschwenden.

Untergrundgruppe verlegt sich auf friedliche Proteste

Nach den illegalen Attacken auf Scientology verlegte sich die Gruppe zuletzt auf friedliche Proteste. In mittlerweile neun Demonstrations-Wellen demonstrierten jeweils tausende maskierte Mitglieder der Gruppe vor Niederlassungen der Organisation auf der ganzen Welt. So entzieht sich die Gruppe der Verfolgung durch die Behörden – die Proteste verstoßen nicht gegen das Gesetz. Doch auch gegen die Proteste will Scientology vorgehen – mit einem Video, dass der Gruppe E-Mail-Lawinen und andere, illegale Attacken vorwirft.

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