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TFT-Monitor/LCD-Monitor Kaufberatung - darauf sollten Sie achten

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LCD/TFT-Monitor - darauf sollten Sie achten

21.03.2011, 17:22 Uhr

Drehbarer LCD-Monitor (Foto: Samsung/T-Online)Drehbarer LCD-Monitor (Foto: Samsung/T-Online)TFT-Monitore sind nicht nur schlank und schick, sondern auch verzerrungsfrei, strahlungsarm und verbrauchen weniger Strom als ihre fast vergessenen Röhren-Vorgänger. Doch die Flüssigkristall-Technik ist noch nicht perfektioniert. Bei der Bildqualität gibt es doch große Unterschiede, die teils auch prinzipbedingt sind.

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TFT-Monitor: Paneltyp TN, MAV oder IPS?

TN, MVA, PVA, IPS, S-IPS - hinter diesen Kürzeln stecken letztlich drei unterschiedliche Display-Techniken, die wesentlich die Eigenschaften eines Monitors bestimmen. In den meisten LCDs werden TN-Displays verbaut. VA-Panels in den herstellerspezifischen Varianten MVA, PVA und S-PVA kommen eher bei teureren Bildschirmen zum Einsatz, ebenso die relativ seltenen IPS-Panels. Alle Panel-Typen weisen deutliche Vor- und Nachteile auf. Wer den Panel-Typen eines Bildschirms kennt, kann bereits gut abschätzen, ob der Monitor seinen Anforderungen genügt. Doch leider findet man in den Werbeprospekten der Elektrofachmärkte nur selten Angaben darüber. Geworben wird vielmehr mit Reaktionszeiten, Helligkeits- und Kontrastwerten. Was es damit auf sich hat, welcher Panel-Typ für welche Zwecke der richtige ist und worauf Sie sonst noch beim Kauf eines LCDs achten sollten - all das erfahren Sie in diesem Ratgeber.

TFT-Monitor: LCD, TFT und LED - was ist das?

Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen LCD und TFT? LCD steht für Liquid Crystal Display und ist ein Oberbegriff für Flüssigkristall-Bildschirme - von der Armbanduhr bis zur Großleinwand. TFT bedeutet Thin Film Transistor und bezeichnet eine bestimmte LCD-Technik. Heutzutage arbeiten alle LCD-Monitore und LCD-Fernseher mit TFT-Technik. Das heißt: Ob LCD oder TFT - beim Monitorkauf spielt der Unterschied keine Rolle. Bei LED liegt der Fall noch etwas anders. Neuere LCD-Monitore werden gerne als LED-Monitore bezeichnet, denn sie setzen Leuchtdioden (LED) zur Hintergrundbeleuchtung ein. Das spart Strom und ermöglicht dünnere Displays. In nicht allzu ferner Zukunft dürften die Begriffe LCD-Monitor und LED-Monitor praktisch gleichbedeutend sein, da sich die LED-Technik zur Beleuchtung immer mehr durchsetzt. Doch noch sind viele LCD-Monitore mit konventionellem Leuchtstoffröhren-Backlight (CCFL) im Handel.

LCD/TFT-Monitor: Die richtige Bildschirmauflösung

Je höher die Auflösung, desto mehr Inhalte und Details lassen sich darstellen. Allerdings erscheinen Schriftzeichen und Symbole mit zunehmender Auflösung bei gleicher Fläche kleiner. Windows stellt zwar Funktionen bereit, diese an die höhere Auflösung anzupassen, doch zumindest bei Windows XP und seinen Vorgängern gelingt das nur unvollständig. Generell sollte man LCDs immer in der angegebenen, der so genannten nativen Auflösung betreiben. Das Bild von LCD-Displays setzt sich aus einer festen Zahl von Punkten zusammen. Dies ist die native Auflösung. Dennoch können LCDs auch niedrigere Auflösungen darstellen. Das macht zum Beispiel bei Spielen Sinn, die mitunter in einer niedrigeren Grafikauflösung flüssiger laufen. In einem solchen Fall bleibt entweder ein schwarzer Rand, oder - der mittlerweile gängige Effekt - das kleinere Bild wird auf die volle Fläche aufgezogen und dabei mitunter verzerrt. Das Ergebnis dieser Interpolation ist ein formatfüllendes, aber mehr oder weniger unscharfes Bild und daher nichts für den Dauerbetrieb.

Die Größe in Zoll und cm

Bei LCD/TFT-Monitoren zieht man zur Größenangabe die Bilddiagonale heran, d.h. die Strecke zwischen den gegenüberliegenden unteren und oberen Ecken. Internationaler Standard ist die Angabe in Zoll, ein Zoll entspricht etwa 2,54 cm. In Deutschland muss in Verkaufsprospekten aber auch der Zentimeter-Wert angegeben werden. Hilfreich ist in jedem Fall eine Umrechnungstabelle Zoll in cm.

Übliche Größen

Die kleinsten und günstigsten LCD/TFT-Monitore bieten eine Bilddiagonale von 17 Zoll, das sind etwa 43,2 cm. Während 17- und 19-Zoll-Monitore noch vor einigen Jahren als Standard galten, haben sich dank gesunkener Preise im Heimbereich mittlerweile Bilddiagonalen zwischen 22 und 24 Zoll etabliert. Auch 26- und sogar 27-Zoll-Monitore sind mittlerweile erschwinglich - zumindest mit TN-Panel. Ein großer Bildschirm bringt jedoch auch Nachteile mit sich. Zum einen steigt der Stromverbrauch, zum anderen machen sich Qualitätsmängel wie ungleichmäßige Helligkeitsverteilung (Ausleuchtung) und ein geringer Blickwinkel auf großen Flächen stärker bemerkbar als auf kleinen.

Auflösung und Seitenformat bei TFT-Monitoren

17-Zoll-Monitore stellen normalerweise 1280 Spalten und 1024 Zeilen dar, dieser Standard wird auch als SXGA bezeichnet und entspricht dem Seitenformat 5:4. 19-Zöll-LCD-Monitore bieten in der Regel die gleiche native Auflösung, allerdings auf etwas größerer Fläche, so dass die Schrift etwas besser lesbar ist. LCD-Monitore im 5:4-Format sind allerdings im Rückzug, sie werden vor allem noch in Büros eingesetzt. Im Heimbereich setzen sich immer mehr Breitbild-Monitore durch. Breitbild-Monitore zeigen das Bild im 16:9, ältere im 16:10-Format an. Sie werden auch als Widescreens bezeichnet. Bei den Widescreens ab 22 Zoll hat sich die von Fernsehern bekannte Auflösung 1920 x 1080, auch Full HD bezeichnet, durchgesetzt. Verbreitet sind ebenfalls 1680x1050 und 1440x900.

Betrachtungswinkel, Helligkeit und Kontrast

Vertikaler Blickwinkel  (Montage: T-Online)Vertikaler Blickwinkel (Montage: T-Online) Bei allen LCD-Monitoren nimmt der Kontrast ab, wenn man das Bild aus schräger Perspektive betrachtet. Ab einem bestimmten Winkel lässt sich praktisch nichts mehr erkennen. Preiswerte Monitore erreichen einen Betrachtungsraum von 150 bis 170 Grad, gute Monitore von 170 und mehr Grad. Je größer ein Monitor ist, desto wichtiger ist ein großzügiger Betrachtungswinkel. Im schlimmsten Fall erscheinen schon trotz frontaler Sitzposition die Ecken flau, kontrastarm und in den Farben verfälscht. Der H-Wert gibt den seitlichen Blickwinkel, der V-Wert den vertikalen Winkel an. Wie groß der Blickwinkel ist, hängt vor allem vom Typ des eingesetzten Panels ab. Monitore mit VA (Vertical Alignment)-Display oder IPS-(In-Plane Switching)-Displays erreichen die besten Werte. Die günstigen und stark verbreiteten TN-(Twistet Nematic)-Displays zeigen hier Schwächen, besonders beim vertikalen Winkel. TN-Displays lassen sich im Fachmarkt leicht daran erkennen, dass sie von schräg unten betrachtet Farbverfälschungen zeigen. In den vergangenen Jahren hat die TN-Technik allerdings aufgeholt, so dass viele Monitore auch mit TN-Display ein gutes Bild liefern.

Wichtig: Das Kontrastverhältnis (Montage: T-Online)Wichtig: Das Kontrastverhältnis (Montage: T-Online)

TFT-Monitor: Kontrastverhältnis

Ein wichtiges Kriterium für die Bildqualität ist das Kontrastverhältnis. Es beschreibt den Helligkeitsunterschied zwischen dem hellsten und dem dunkelsten darstellbaren Bildpunkt. Kann der Monitor einen weißen Bildpunkt z.B. 1000 mal heller darstellen als einen schwarzen, spricht man von einem Kontrastverhältnis von 1000:1. Auch hier kann man Herstellerangaben nicht auf die Goldwaage legen, doch generell gilt: Je höher desto besser. Im Schnäppchenbereich gilt mittlerweile 800 bis 1000:1 als Standard. In solchen Bildschirmen steckt fast immer ein TN-Display. VA-Bildschirme erreichen in der Regel ein höheres Kontrastverhältnis. Für Bildbearbeitung sind sie erste Wahl.

Helligkeit

Helligkeit - weniger wichtig (Grafik: T-Online)Helligkeit - weniger wichtig (Grafik: T-Online) Die Helligkeit eines TFT-Displays wird in der Maßeinheit Candela pro Quadratmeter (cd/m²) angegeben. Anders als die oft lichtschwachen Notebook- und Netbook-Displays leisten TFT-Monitore für den Schreibtisch locker 200 Candela und mehr. Das ist hell genug für praktisch alle Lichtverhältnisse. Im Gegenteil: Ein zu helles Displays lässt die Augen schnell ermüden. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie die Helligkeit auch ausreichend herunterregeln können.

Reaktionszeit - oft nur Augenwischerei

Schlieren bei zu hoher Redaktionszeit  (Fotomontage: T-Online)Schlieren bei zu hoher Redaktionszeit (Fotomontage: T-Online) Die Reaktions- oder auch Schaltzeit eines LCDs, angegeben in Millisekunden, wird in der Werbung gerne herausgestellt - zu Unrecht. Frühere LC-Bildschirme reagierten oft unangenehm träge auf Bildwechsel, doch mittlerweile ist die Redaktionszeit nur noch für Fans von rasantem Actionspielen und -Filmen von Interesse. Bei zu hoher Reaktionszeit kommt es bei schnell bewegten Objekten zu hässlichen Schlieren, und das Bild wirkt unscharf. Für Actionspiele und Filme ist daher eine möglichst niedrige Reaktionszeit wünschenswert. Mehr als etwa 10 ms sollten es nicht sein.

Pivot/Portrait-Funktion, Höhenverstellung, Standuß

Pivot-Funktion (Foto: Eizo)Pivot-Funktion (Foto: Eizo) Der Mechanik eines Bildschirms wird meist zu wenig Beachtung geschenkt. Die Geräte unterscheiden sich hier enorm. Achten Sie darauf, dass sich der LCD-Monitor in der Höhe verstellen, neigen und möglichst auch seitlich schwenken lässt. Eine Höhenverstellung ist das Mindeste, was man erwarten kann. Werfen Sie dabei einen prüfenden Blick auf die Verarbeitung. Macht der Standfuß auch einen soliden Eindruck? Wenn nicht, droht das Gerät vom Tisch zu kippen. Gerade Billiggeräte sind oft zu "leichtfüßig" ausgelegt und lassen sinnvolle Anpassungsmöglichkeiten an die Sitzposition des Betrachters vermissen. Bei einigen Modellen ist das Display an einem Schwenkarm befestigt. Heben und Senken führt dann dazu, dass sich gleichzeitig der Abstand zum Betrachter verändert. Nur teurere LCD-Monitore bieten eine so genannte Pivot-Funktion, auch Portraitmodus genannt. Sie erlaubt es dem Anwender, das LC-Display um bis zu 90 Grad zu kippen. Eine Software sorgt dafür, dass der Bildinhalt entsprechend automatisch angepasst wird. Das ist vor allem beim Bearbeiten von Texten oder langen Tabellen sehr praktisch.

DVI- und HDMI-Anschluss

VGA und DVI-Stecker (Bild: Hersteller)VGA und DVI-Stecker (Bild: Hersteller) Ein TFT-Monitor arbeitet intern immer digital, deshalb sollte er in jedem Fall einen digitalen Anschluss für die Grafikkarte bieten (DVI, im Bild unten). Üblich sind DVI-I-(integrated)-Anschlüsse, die neben dem digitalen auch das analoge Signal durchschleifen. Eine andere Form des digitalen Anschlusses ist HDMI. Diese Flachsteckerverbindung kommt in erster Linie bei Home-Entertainment-Geräten wie LCD-Fernsehern und Blu-Ray-Playern zum Einsatz, hat sich aber auch schon im PC-Bereich durchgesetzt. Im Unterschied zu DVD unterstützt HDMI einen Kopierschutzmechanismus, wie er bei Blu-ray-Videodiscs eingesetzt wird (HDCP). Eine HDMI-Buchse benötigen Sie zwingend, wenn Sie auf diesen Bildschirm Filme von Blu-ray abspielen wollen. Ein Monitor, der lediglich einen analogen VGA-(D-SUB)-Eingang (Bild oben) mitbringt, sollten Sie als Ladenhüter stehen lassen.

Fazit

  • Nehmen Sie sich Zeit für die Wahl des richtigen Monitors, denn Sie werden praktisch die gesamte Zeit, die Sie vor dem PC verbringen, damit klarkommen müssen.
  • Die Investition in ein höherwertiges Modell lohnt fast immer, auch, weil Sie mitunter mit langen Garantiezeiten belohnt werden.
  • Verlassen Sie sich nicht auf die Herstellerangaben zu Kontrast, Blickwinkel und Reaktionszeit, sondern studieren Sie das Gerät möglichst mit ihren eigenen Augen.


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