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"One-Time Code Card": Visa will Online-Shopping sicher machen

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Online-Sicherheit  

Visa will Online-Shopping sicher machen

13.11.2008, 10:21 Uhr | Sascha Plischke

Kreditkarte, kein Taschenrechner: Mit dem neuen System soll Phishern das Handwerk gelegt werden. (Foto: EMUE)Kreditkarte, kein Taschenrechner: Mit dem neuen System soll Phishern das Handwerk gelegt werden. (Foto: EMUE)Mit einem neuartigen Konzept will das Kreditkartenunternehmen Visa Online-Shopping gegen absichern. Das Konzept ist so einfach wie genial: Über ein auf der Kreditkarte untergebrachtes Zahlenfeld muss der Kunde bei Käufen im Internet seine PIN eingeben, auf einem Display erscheint dann ein Sicherheitscode. Erst mit dem ist eine Zahlung möglich. Kreditkartennummern oder auch die Karte selbst werden für Diebe damit wertlos – eine Attacke könnte aber auch das neue System knacken.

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Das neue Sicherheitskonzept hat Visa auf den Namen One-Time Code Card getauft. Der Name spielt auf die für jede Transaktion einmaligen Codes an, die nach Eingabe der PIN auf dem Kartendisplay erscheinen. Das System erinnert entfernt an das vom Online-Banking bekannte TAN-Verfahren. Auch hier muss der Kunde für jede Aktion eine so genannte Transaktionsnummer eingeben, erst dann lässt sich Geld überweisen oder ein Dauerauftrag einrichten.

Neue Technik lässt Gangster verzweifeln

Die Technik nimmt zahlreichen Methoden der Betrüger den Wind aus den Segeln: Klassisches zum Beispiel, bei dem die Kreditkartennummer das Ziel der Gangster ist, oder , die eben jene Nummer von der Festplatte der Opfer stehlen sollen, wären mit der neuen Karte wertlos. Ohne die Karte selbst und den dazugehörigen PIN-Code geht nichts. Kein Online-Shopping ohne Wissen des Opfers, keine täuschend echt gefälschten Karten für den Einkauf in teuren Luxus-Läden.

Eine Attacke bleibt gefährlich

Eine Betrugsmasche allerdings bliebe auch mit der One-Time Code Card gefährlich: Die so genannte Man-in-the-middle-Attacken. Dabei leiten die Angreifer durch Ausnutzung von Sicherheitslücken im Browser ihre Opfer beim Besuch einer legitimen Seite auf eine täuschend echte Fälschung um. Dort geben die Opfer dann Kartennummer und Einmalcode ein – die gehen dann an die Betrüger. Allerdings könnten die Betrüger auch bei dieser sehr aufwändigen Methode nur jeweils eine Transaktion vornehmen, der Schaden hielte sich also in Grenzen.

Herstellungskosten sind letzte Hürde

In den nächsten Wochen will Visa die Karten in Israel und der Schweiz testen. Der Konzern erwartet positive Resultate bei diesen Tests, zumal das System in ähnlicher Form ja bereits im Online-Banking eingesetzt wird. Nur ein Argument könnte noch gegen einen generellen Einsatz der sicheren Karten sprechen: Die Herstellungskosten. Display und Eingabefeld machen die Karte deutlich teurer als ihre einfachen Vorgänger. Nun beginnt zwischen Banken und Kreditkartenunternehmen ein Rechenspiel – die Frage lautet, ob sich die Mehrkosten im Vergleich zum potentiellen Schaden lohnen würden. In der Zwischenzeit muss der Kunde weiter mit Argusaugen auf seine Daten achten, um den Fängen der Betrüger zu entgehen.

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