Sie sind hier: Home > Digital > Computer >

Raumfahrt: NASA testet Internet im Weltall

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Disruption-Tolerant Networking  

NASA testet Internet im Weltall

19.11.2008, 15:43 Uhr | AFP, t-online.de

Bald können Astronauten der NASA über Internet kommunizieren. (Quelle: dpa)Bald können Astronauten der NASA über Internet kommunizieren. (Quelle: dpa) Jetzt gibt es das Internet auch in den Weiten des Weltraums: Die NASA hat im All erfolgreich eine Kommunikationsverbindung auf Basis von Internet-Diensten getestet - und das über eine Distanz von mehr als 32 Millionen Kilometern. Beteiligt an der Entwicklung war mit Vint Cerf auch einer der Ur-Väter des irdischen Internets.

Foto-Show Die schärfste Bilder aus 50 Jahren NASA
Quiz-Spiel Sind Sie fit in Sachen Internet?
Kaum jemand kennt sie Die Super-Hirne des Internets

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat erstmals ein System für interplanetarische Internet-Kommunikation getestet. Das neuartige Verfahren auf der Grundlage von störungsresistentem Networking (Disruption-Tolerant Networking, DTN) soll in der Zukunft komplexe Raummissionen mit mehreren Raumschiffen unterstützen, wie die NASA am Dienstag (Ortszeit) mitteilte.

Erster Schritt zum interplanetarischen Internet

Bei dem Test wurden zunächst Datenpakete von Dutzenden von Bildern zum Raumschiff Epoxi übermittelt, das sich auf einer Mission zum Kometen Hartley 2 befindet. "Dies ist der erste Schritt bei der Einrichtung einer vollkommen neuen Kommunikationsmöglichkeit im All, einem interplanetarischen Internet", sagte der Projektverantwortliche bei der NASA, Adrian Hooke. Bei dem Test sei es gelungen, eine Entfernung von mehr als 32 Millionen Kilometern zu überbrücken. Das reicht fast an die Distanz zwischen Erde und dem Planten Venus heran, die etwa 39 Millionen Kilometer misst.

Mehr über Raumfahrt bei t-online.de Nachrichten

Kein Datenverlust wie beim Erden-Internet

Das DTN-System ist darauf ausgelegt, dass auch die im Weltraum üblichen Störungen wie etwa der Vorbeiflug eines Raumschiffes hinter einem Planeten oder Sonnenwinde die Informationsübermittlung nicht unterbrechen können. Im Gegensatz zu dem auf der Erde verwendeten Internetprotokoll TCP/IP gehen die gesendeten Daten nicht verloren. Kann einer der Netzwerk-Knoten keine Verbindung zum nächsten Knoten aufbauen, speichert er die zu übermittelnden Informationen solange, bis eine sichere Verbindung herstellt ist.

Internet-Pionier an Entwicklung beteiligt

An der zehn Jahre dauernden Entwicklung des Systems wurde der Vize-Chef von Google, Vint Cerf, beteiligt. Der Mathematiker und Informatiker Cerf zählt zu den Urvätern des World Wide Webs und war maßgeblich an der Entwicklung des TCP/IP-Protokolls beteiligt, ohne dass das heutige Internet nicht funktionieren würde. In den 70er und 80er Jahren war er bei der US-Verteidigungsbehörde DARPA angestellt, deren Mitarbeiter u.a. auch die erste E-Mail versendeten.

Foto-Show Die schärfste Bilder aus 50 Jahren NASA
Quiz-Spiel Sind Sie fit in Sachen Internet?

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Anzeige
congstar „Allnet Flat“ mit bis zu 2 GB Daten
zu congstar.de
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Computer

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017