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Online-Kriminalität: Minderjähriger Hacker in den USA verurteilt

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Online-Sicherheit  

Minderjähriger Hacker verurteilt

20.11.2008, 16:27 Uhr | Sascha Plischke

Minderjähriger Hacker muss in den Knast. (Quelle: t-online.de)Minderjähriger Hacker muss in den Knast.Ein 17-jähriger Hacker aus den USA muss ins Gefängnis. Ein Gericht befand den Minderjährigen für schuldig, in den vergangenen drei Jahren in Computersysteme verschiedener Unternehmen eingebrochen zu sein und dort vertrauliche Daten gestohlen zu haben. Außerdem sei der Hacker verantwortlich für mehrere Fälle von Betrug und gefälschte Bombenwarnungen. Dafür kommt der Junge noch einmal glimpflich davon – als Erwachsener hätte er eine viel härtere Strafe befürchten müssen.

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Die kriminelle Karriere des Hackers mit dem Szenenamen Dshocker begann bereits im Alter von 14 Jahren mit harmlosen Manipulationen in Spielenetzwerken. Dort hatte er Spiele manipuliert und ihm unliebsame Gegner von der Teilnahme ausgeschlossen. Später verlegte sich der Junge auf gefährliche Streiche, bei denen er Bombendrohungen vortäuschte und angeblich schwere Verbrechen meldete.

Sondereinsatzkommandos zum Spaß alarmiert

Dabei brach er in die Systeme seines Telefonanbieters ein und manipulierte seine Telefonnummer. Die entsprach dann der Kennung der vermeintlich angegriffenen Schule oder des Haushaltes, in dem angeblich kriminelle Handlungen im Gange waren. Auf diese falschen Notrufe hin rückten immer schwer bewaffnete Kommandos der Polizei aus – in manchen Fällen stürmten die dann die Häuser der unbescholtenen Opfer des Streiches.

Karriere führte in die Unterwelt

Schließlich hatte der Junge den Sprung ins handfeste Gewerbe des Cyberverbrechens gewagt. So stahl er zahlreiche Kreditkartendaten und kaufte auf Kosten seiner Opfer ein. Den Gerichtsakten zu Folge kontrollierte Dshock darüber hinaus gleich mehrere Botnetze, mit denen er so genannte Denial-of-Service-Attacken ausführte. Dabei sende die vielen tausend Rechner unter dem Kommando des Hackers sinnlose Anfragen an einen Server und überlasten ihn damit.

Junge kommt mit Jugendstrafe davon

Das Gericht verurteilte den Jungen nun zu einer Jugendstrafe von elf Monaten Haft in einem Jugendgefängnis. Damit ist Dshock noch gut bedient: Als Erwachsener hätte er für sein Sündenregister mit einer Haftstrafe von zehn Jahren und einer Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar rechnen müssen.

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