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Botnetz-Wurm "Conficker" bastelt an Spam-Schleuder

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Windows-Wurm sammelt Zombie-Heer

02.12.2008, 10:47 Uhr | Sascha Plischke

Botnetz-Wurm "Conficker" bastelt an Spam-Schleuder. Computervirus Conficker greift Windows-PC an (Quelle: t-online.de)

Nicht aktualisierte Systeme machen es dem Wurm sehr leicht. (Quelle: t-online.de)

Der Computervirus Conficker attackiert weiterhin Windows-Rechner weltweit – nun haben Experten herausgefunden, was die Autoren des Schädlings wirklich vorhaben. Die infizierten Computer werden in ein rasant wachsendes Botnetz eingegliedert, das jetzt schon einige der etablierten Netzwerke überholt hat. Mit dieser Rechenkraft können die Drahtzieher viele Millionen Werbenachrichten verschicken – droht nun eine gewaltige Spam-Welle?

Dass dieser Schädling brandgefährlich werden würde, war den Experten von Microsoft von beginn an klar. Der Wurm nutzt zur Verbreitung die seit mehreren Wochen bekannte Lücke in den RPC-Funktionen für Netzwerk-Dienste und verbreitet sich selbständig weiter. Hat der Wurm einen Computer infiziert, lädt er weitere Schadprogramme etwa zur Fernsteuerung aus dem Internet herunter. Nebenbei schließt er auch die Sicherheitslücke, durch die er in das System gelangen konnte – Konkurrenten schlägt er so die Tür vor der Nase zu. Diese Taktik dient dem Aufbau für ein Botnetz – und genau daran arbeitet Conficker zurzeit.

Botnetz wächst unaufhaltsam

Dabei hat der Wurm einen entscheidenden Vorteil. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten verbreitet er sich epidemieartig und infiziert alle ungepatchten Rechner. Die meisten anderen Schädlinge müssen mit dem Infektionsweg über verseuchte E-Mail-Anhänge vorliebnehmen. Das ist deutlich langsamer und weniger effektiv. Deshalb ist das Conficker-Botnetz schon jetzt zu einer ordentlichen Größe herangewachsen. "Wir glauben, 500.000 infizierte Rechner sind eine gute Schätzung, glaubt zum Beispiel Ivan Macalintal, Sicherheitsexperte von Trend Micro. "Das ist noch nicht ganz so groß wie [die Botnetze] Kraken oder Storm, aber das hier fängt gerade erst an zu wachsen."

Riesige Spam-Welle droht

Mit diesem rasant wachsenden Computer-Heer könnten die Urheber des Wurms Millionen Spam-Nachrichten am Tag versenden – die lukrativste Einsatzmöglichkeit für ein Botnetz. Damit entstünde gerade innerhalb kürzester Zeit eine der größten Spam-Schleudern überhaupt, während sich etablierte Botnetze gerade wieder von einem entscheidenden Schlag gegen ihre Infrastruktur erholen. Sollte das Conficker-Netz weiter so rasant wachsen und die alten Netzwerke zu vorheriger Stärke zurückfinden, dann dürfte Computer-Nutzern weltweit eine Spam-Welle in ungekanntem Ausmaß bevorstehen.

Sicherheitsupdate schließt die Lücke

Alle Nutzer, die ihr System noch nicht geschützt haben, sollten dies schnellstens nachholen. Schutz vor Conficker bietet die Installation des für die RPC-Lücke sowie eine aktive Firewall, wobei die seit Windows XP integrierte Firewall in der Regel vollkommen ausreicht. Windows-Nutzer mit einem eigenen Heimnetzwerk sollten sicherheitshalber auch die Einstellungen überprüfen und sicherstellen, dass nicht ungewollt Ausnahmen für die Firewall definiert sind.

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