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Britische Atom-U-Boote bekommen Windows XP

17.12.2008, 11:00 Uhr | Gerd Peters

Mit Windows auf Tauchfahrt: Die HMS Turbulent ist eines von sieben Hunter-Killer U-Booten im Dienst der British Royal Navy. (Quelle: dpa)Mit Windows auf Tauchfahrt: Die HMS Turbulent ist eines von sieben Hunter-Killer U-Booten im Dienst der British Royal Navy. (Quelle: dpa) Die British Royal Navy stellt auf um: In allen zwölf mit Atomwaffen ausgerüsteten U-Booten der Marine ist das System bereits im Einsatz. Jetzt sollen auch die neuesten Zerstörer der Briten mit Windows bestückt werden. Entwickler weltweit bekommen Panik beim Gedanken an windowsbetriebene Atom-U-Boote, die Offiziellen der Marine freuen sich dagegen über ein einfaches System und Kostensenkungen.

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Die britische Marine erklärte am 15. Dezember, dass ihr Windows für U-Boote-Programm fertiggestellt sei – sogar vor dem Zeitplan. Zwölf Unterseeboote wurden mit dem so genannten Submarine Command System Next Generation (SMCS NG) ausgestattet, das in seinem Kern auf dem handelsüblichen Windows XP basiert. Dieses zentrale Betriebssystem steuert zahlreiche Bordsysteme eines U-Boots, die nach dem Wechsel alle miteinander vernetzt sein werden. Die zur Trafalgar-, Vanguard- und Swiftsure-Klasse gehörenden Boote sind mit Atomwaffen bestückt.

Britische Marine kann mit Windows Kosten sparen

Mit dem Wechsel zu einem System auf Windows-Basis will die Navy vor allem eines: Kosten sparen. Alle bisher eingesetzten, speziell programmierten Steuerungssysteme hatten schon in der Entwicklung riesige Kosten verursacht. Mit dem neuen System würden allein die Einsparungen für Wartungskosten schon etwa 25 Prozent betragen. Zudem käme das System bei den Offizieren sehr gut an. Auch die Befürchtungen, durch Windows-Fehler könnten Atomwaffen abgefeuert werden, seien absurd. Computersysteme auf Unterseebooten bekommen für gewöhnlich nicht die Berechtigung, selbstständig Waffensysteme jedweder Art abzufeuern. Für Atomwaffen gelten zusätzlich viel strengere Sicherheitsprotokolle.

Verlässlichkeit bereitet Software-Experten Sorgen

Softwarespezialisten weltweit sehen die Entwicklung dennoch mit Sorge: Das auf Windows basierende System soll auch in Zerstörern neuester Generation zum Einsatz kommen. Die dort installierten Abwehrsysteme müssen vollautomatisch und sehr schnell funktionieren und auf Angriffe reagieren können. Sollte Windows sich dort Fehler erlauben, könnte der Blue-Screen des Todes bald wörtlich verstanden werden.

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