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Computerkriminelle werden immer professioneller

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BKA-Studie  

Computerkriminelle werden immer professioneller

20.01.2009, 16:32 Uhr | AFP, dpa

BKA-Präsident Jörg Ziercke warnt vor Zunahme der Internet-Kriminalität. (Quelle: dpa)BKA-Präsident Jörg Ziercke warnt vor Zunahme der Internet-Kriminalität. (Quelle: dpa) , und Trojaner: Die Angriffswege von sind weitgehend bekannt. Doch nach neuen BKA-Informationen hat die Online-Mafia erfolgreich aufgerüstet. Die Zahl der Opfer steigt weiter an - mittlerweile sind sieben Prozent der deutschen Internetnutzer auf Cybercrime hereingefallen.

Von der wachsenden Internet-Kriminalität sind nach Einschätzung von Sicherheitsexperten bereits hunderttausende Deutsche betroffen. Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, sprach am Dienstag von "einigen hunderttausend Menschen", die mit derartigen Verbrechen in Berührung gekommen seien.

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Internet als bevorzugtes Tatmittel

Zunehmend würden herkömmliche Straftaten durch professionellen und organisierten Betrug oder Datendiebstahl im Internet ersetzt, sagte Ziercke beim Forum Sicherheit 2009 zur Computerkriminalität in Berlin. Die Täter würden sich inzwischen "ausgefeilter und modernster Technik" bedienen, die die Polizei vor immer schwierigere Aufgaben stelle. 2007 seien in der Polizeilichen Kriminalstatistik rund 180.000 Fälle mit dem Tatmittel Internet registriert worden - ein Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Internet-Mafia statt Teenie-Hacker

Die Gefahr gehe dabei nicht mehr von einzelnen jugendlichen Tätern, sondern von der organisierten Kriminalität aus, hob er hervor. Dabei seien die Täter sehr innovativ und passten sich schnell an neue Techniken an. Eine Verbesserung der Sicherheit beim Onlinebanking habe die Fälle in diesem Bereich zwar zunächst zurückgehen lassen. Inzwischen hätten die Täter ihre Strategien aber angepasst - die Zahl der Delikte steige daher wieder.

Trojaner bleiben große Bedrohung

Die größte Gefahr für Verbraucher geht nach Ansicht Zierckes derzeit von Trojanern aus. Diese kleinen Späh-Programme würden dabei meist nicht mehr wie früher über Spam-E-Mails verschickt, sondern von Kriminellen auf manipulierten Internetseiten abgelegt. Sie können dann etwa Zugangsdaten zu Internetdiensten ausspähen und selbst moderne Sicherheitstechniken beim Online-Banking umgehen.

Botnetze sind "Kriminalitätsform der Zukunft"

Als "Kriminalitätsform der Zukunft" bezeichnete Ziercke sogenannte . Hierbei infizieren Kriminelle Computer von Internetnutzern mit einem Virus und setzen die Rechner dann als Teil eines riesigen Computernetzwerkes ein. Damit können sie etwa große Rechner von Unternehmen oder Behörden angreifen.

Täglich 500.000 PC in Deutschland entführt

Nach Einschätzung des BKA-Präsidenten werden in Deutschland täglich bis zu einer halben Million Rechner infiziert und dann als Teil von Botnetzen genutzt. Zudem bieten nach Ansicht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zunehmend Handys Angriffspunkte: Die modernen Handybetriebssysteme bieten ähnliche Funktionen wie Computer, sie haben aber oft auch die gleichen Schwachstellen.

Immer mehr Deutsche finanziell geschädigt

BSI-Präsident Udo Helmbrecht beklagte "erschreckend" viele Sicherheitslücken bei Firmencomputern und privaten Rechnern. Laut dem Bundesverband der Informationswirtschaft erlitten bereits sieben Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren einen finanziellen Schaden - zum Beispiel durch Viren, oder beim Online-Banking. So sollen fast vier Millionen Deutsche schon mal Opfer von Computerkriminalität geworden sein.

Neue Gesetze und Behörden gefordert

Der Branchenverband Bitkom forderte angesichts der zunehmenden Computerkriminalität Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften. Die Ermittlungsbehörden müssten besser ausgestattet und neu organisiert werden. "Das Know-How von Polizei und Staatsanwaltschaften bei der Computerkriminalität muss massiv gestärkt und gebündelt werden", sagte Präsidiumsmitglied Dieter Kempf. Neue Gesetze seien bei der "dynamischen Entwicklung" dieser Kriminalität selten der beste Weg, hob er hervor. Ziercke wies diese Forderung zurück: Inzwischen hätten derart viele Delikte mit Computern und Internet zu tun, dass eine Spezialisierung einzelner Behörden wenig sinnvoll sei. Die Strafverfolgung sei "sehr schwierig". Besonders aus Osteuropa würden organisierte Banden zuschlagen.

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