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Wikipedia meldet falsche Promi-Tode

23.01.2009, 10:02 Uhr | Sascha Plischke

Laut Wikipedia tot: Ted Kennedy. (Quelle: dpa) Laut Wikipedia gestorben: Ted Kennedy. (Quelle: dpa) Die lässt Promis sterben: Gleich zwei US-Senatoren seien nach der Amtseinführung von Barack Obama verschieden, so das Online-Lexikon – dabei hatten beide nur kurz medizinische Betreuung in Anspruch nehmen müssen. Jetzt zieht Wikipedia-Gründer Jimmy Wales die Notbremse: Schwerwiegende Änderungen wie eine Todesmeldung werden nur noch veröffentlicht, wenn ein erfahrener Autor die Fakten überprüft hat.

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Zuerst erwischte es Senator Ted Kennedy. Der schwerkranke Politiker war während eines Dinners zu Ehren des frisch vereidigten US-Präsidenten zusammengebrochen und ins Krankenhaus eingeliefert worden – um 15 Uhr Ortszeit vermeldete Wikipedia Kennedys Tod. Nur ein paar Minuten später starb mit Robert Byrd seinen eigenen Wiki-Tod. Der 91-Jährige hatte sich nach dem Dinner kurz ärztlich behandeln lassen, in der Wikipedia führte das direkt zu einer Todesmeldung. Das Dumme ist nur: Beide Politiker sind nach wie vor am Leben.

Falsche Todesmeldungen häufen sich

Die falschen Todesmeldungen sind nicht die ersten ihrer Art. In den vergangenen Monaten hatte die Online-Enzyklopädie fälschlicherweise auch den Tod des US-Komikers Sinbad sowie des unter Mordverdacht stehenden Informatikers Hans Reiser verkündet. Die peinliche Posse um die angeblich verstorbenen Senatoren brachte für Wikipedia-Gründer Wales das Fass jedoch zum Überlaufen. In einer Mitteilung wies er die Entwickler der Wikimedia-Stiftung an, eine Sicherung einzubauen. In Zukunft sollen grundlegende Änderungen wie zum Beispiel eine Todesmeldung nicht mehr sofort sichtbar sein. Erst nachdem ein erfahrenes Mitglied der Wikipedia-Gemeinde die Fakten nachgeprüft hat sollen die Änderungen für alle veröffentlicht werden können.

Kompromiss zwischen Mitmach-Web und Schutz

Bisher war es nur möglich, bestimmte Wikipedia-Einträge ganz oder teilweise zu sperren. So war es nur besonders vertrauenswürdigen Autoren-Gruppen möglich, Änderungen an diesen Artikeln vorzunehmen. Doch der vorliegende Fall sei "ein perfektes Beispiel dafür, weshalb wir Artikel nicht sperren oder teilweise sperren wollen", so Wales in einer Mitteilung. "Dies war eine brandaktuelle Nachricht, und wir wollen, dass die Menschen die Möglichkeit haben, mitzumachen." Mit dem neuen System kann jeder dringende Änderungen einfügen, und der Artikel ist trotzdem vor Vandalismus geschützt.

Wikipedia-Gemeinde segnet neues System ab

Mittlerweile haben sich in einer Umfrage 60 Prozent der Wikipedia-Gemeinde für das neue System ausgesprochen. In einem ersten Versuch sollen alle Artikel über noch lebende Personen auf diese Weise beobachtet werden.

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