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Cyber-Krieg um Kirgistan: Hacker fegen Staat aus dem Internet

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Hacker-Angriff  

Cyber-Krieg um Kirgistan

29.01.2009, 10:20 Uhr | Sascha Plischke

Russische Hacker schießen kirgisische Server ab. (Symbolbild: dpa)Russische Hacker schießen kirgisische Server ab. (Symbolbild: dpa)Mit einem groß angelegten Angriff haben Hacker den zentralasiatischen Staat Kirgistan beinahe komplett vom Internet abgeschnitten. Drei der vier Internet-Provider des Landes sind offline, die meisten kirgisischen Webseiten sind unerreichbar und der Versand von E-Mails ist zum Erliegen gekommen. Experten vermuten hinter der Attacke eine politisch motivierte "Cyber-Miliz" aus Russland.

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Bereits am 18. Januar seien die ersten Angriffswellen über die kirgisischen Internet-Provider hereingebrochen, so das Wall Street Journal. Dabei handelte es sich um so genannte Denial-of-Service-Attacken, bei denen die Server einer Internetseite oder eines Unternehmens mit Abermillionen von Anfragen bombardiert werden. Ist eine solche Attacke umfangreich genug oder dauert sie lange genug an, wird der Server überlastet und stellt seine Arbeit ein. Genau das ist mit der Infrastruktur der Netzanbieter in Kirgisistan geschehen

Russische Cyber-Miliz bläst zum Angriff

Hinter der Attacke soll nach Informationen des Wall Street Journal eine "Cyber-Miliz" stecken, zusammengesetzt aus russischen Hackern. Deren Motiv könnte politischer Natur sein: So unterhält die US-Luftwaffe einen Stützpunkt in der ehemaligen Sowjetrepublik – ein Dorn im Auge russischer Nationalisten. Ein anderer Grund könnte der Versuch sein, die Arbeit der kirgisischen Opposition zu behindern. Die nutzt vor allem das Internet, um gegen den autokratisch regierenden Präsidenten Bakijew zu protestieren.

Cyber-Attacken aus Russland häufen sich

Es wäre nicht das erste Mal, dass sich politisch motivierte Hacker aus Russland zu Angriffen auf unliebsame Nachbarn zusammenschließen. Im Mai 2007 beschuldigte der estnische Präsident Andrus Ansip russische Behörden, einen solchen Angriff auf sein Land unterstützt zu haben. Auch im Krieg zwischen Russland und dem Kaukasus-Staat Georgien im Herbst 2008 hatten russische Hacker-Gruppen georgische Regierungsserver und Verbindungen für Internettelefonie angegriffen.

Private Organisation deckt Angriff auf

Publik gemacht wurden die aktuellen Attacken von der Organisation Internet Warfare Monitor (IWMP). Der IWMP ist ein gemeinschaftliches Projekt der Universitäten in Toronto, Harvard, Oxford und Cambridge. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Zensur und Unterdrückung im Internet zu dokumentieren. Die Organisation will nun prüfen, ob die aktuellen Angriffe ähnlichen Ursprungs sind wie die Attacken auf Estland und Georgien.

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