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Wirtschaftsminister bekommt falschen Vornamen

12.02.2009, 12:08 Uhr | Gerd Peters

Wikipedia-Seite zu Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (Screenshot: t-online.de)Wikipedia-Seite zu Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (Screenshot: t-online.de) Ein Wikipedia-Nutzer hat sich einen Spaß mit dem Namen des neuen deutschen Wirtschaftsministers Karl Theodor von und zu Guttenberg erlaubt: Er fügte den zehn Vornamen des adligen Politikers einen weiteren hinzu – nur um zu sehen, ob jemand den Fehler bemerkt. Dass die Medien den falschen Namen einfach übernehmen würden, damit rechnete er jedoch nicht.

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Auf bildblog.de veröffentlichte der Unbekannte ein Bekennerschreiben: Er habe den Wikipedia-Artikel bereits am Sonntagabend verändert, nur Stunden bevor Horst Seehofer den neuen Bundeswirtschaftsminister der Öffentlichkeit vorstellte. "Wilhelm ist der Name, den ich in die Minister-Biografie reinmogelte", erklärt er dort. Er ging zwar nicht davon aus, dass der Name zwischen den anderen Vornamen des Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg auffallen würde. Dass seine Kreation von zahlreichen Medien ungeprüft übernommen würde, erwartete er aber auch nicht.

Der Selbstläufer war schwer aufzuhalten

Die Presselandschaft stürzte sich allerdings förmlich auf den falschen Namen. Vom Online-Magazin bis zum Rundfunk-Format war der Wilhelm im Namen des Neuen überall zu erfahren. Einige Wikipedia-Autoren blieben zwar skeptisch und forderten Einzelnachweise, doch die geforderten Belege lieferten die falsch informierten Medien: Spiegel Online baute den erfundenen Vornamen sogar in ein vermeintliches Zitat des Ministers ein. Für einen Nachweis reichte das Zitat völlig aus – auch wenn es falsch abgeschrieben wurde. Der Unbekannte war schockiert: "Innerhalb weniger Stunden bekam der Scherz eine höchst interessante Eigendynamik, die mich an den Recherche-Methoden vieler Journalisten zweifeln ließ."

Der prüfende Blick fehlt

Inzwischen räumten die Medien ihren Fehler ein und entschuldigten sich zerknirscht für die Verbreitung der Fehlinformation. Auch der Wikipedia-Artikel wurde mittlerweile bereinigt. Der Scherz hat aber weitere Auswirkungen: Wikimedia Deutschland mahnt zum kritischen Blick auf die Informationen in Wikipedia. Im Umgang mit Medien sei das Filtern, Auswählen und Bewerten einer Information viel wichtiger als die Beschaffung derselben.

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