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Druckerstaub  

Quelle giftiger Partikel bei Laserdruckern identifiziert

12.02.2009, 15:47 Uhr | t-online.de

Laserdrucker können die Raumluft belasten. Forscher haben nun die Quelle der möglicherweise giftigen Partikel identifiziert. (Foto: Dirk Averesch/dpa/gms)Laserdrucker können Raumluft belasten. (Foto: Dirk Averesch/dpa/gms) Wissenschaftler haben offenbar die Quelle giftiger Partikel beim Laserdruck gefunden. Dabei handelt es sich nicht wie oft gedacht um den Tonerstaub. Statt dessen seien es vor allem Gase, die bei der Erhitzung der Tonerfarbe auf dem Papier entstünden und dann in der Luft kondensierten. Eine wichtige Rolle für die Masse der ausgestoßenen Partikel spiele deshalb das Temperaturmanagement des Druckers, so die Forscher.

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Zu diesem Schluss kommen Forscher der Queensland University of Technology (QUT). Sie suchten nach der genauen Herkunft des belastenden Feinstaubs und der ultrafeinen Partikeln, die bereits in zahlreichen früheren Studien als Ausstöße von Laserdruckern nachgewiesen worden waren. Das Forschungsergebnis soll den Konsumenten die Mechanismen verständlich machen, die bei Laserdruckern zu höherer Belastung führen und die Entwicklung emissionsloser Drucker beschleunigen.

Druckertemperatur bestimmt Partikelmenge

Eine besondere Rolle scheint beim Ausstoß schädlicher Partikel die Drucktemperatur zu spielen. Außerdem ist von Bedeutung, wie stark die Temperatur während des Druckvorgangs schwankt. "Je mehr sich der Drucker erhitzt, umso eher formen sich diese Partikel, doch auch die Häufigkeit des Temperaturwechsels spielt eine Rolle", so die Studienautorin Lidia Morawska gegenüber ScienceDaily. Die Untersuchung verglich einen Drucker mit hohen Ausstößen mit einem, der nur wenige Partikel freisetzte. Der erste arbeitete bei einer niedrigeren Durchschnittstemperatur, vollzog jedoch schnelle Temperaturveränderungen, die zu mehr Ausstößen von kondensiertem Dampf führten. Hingegen zeigte sich beim Drucker mit der besseren Temperaturregelung ein reduzierter Ausstoß ultrafeiner Partikel.

Verdampfende Elemente der Tonerfarbe

Eine zweite, wichtige Quelle für den Partikelausstoß erkannten die Forscher im Dampf, der im Moment der Fixierung des gedruckten Bildes auf dem Papier freigesetzt wurde. "Beim Druckprozess wird Tonerfarbe geschmolzen. Wenn diese warm ist, verdampfen bestimmte Inhaltsstoffe. Diese Dämpfe verschmelzen oder kondensieren in der Luft und bilden die ultrafeinen Partikel", erklärt Morawska. Die freigesetzten Materialien seien somit das Ergebnis der Kondensation von organischen Inhaltsstoffen, die sowohl vom Papier als auch vom heißen Toner abstammen.

2007 Belastung durch Bürogeräte festgestellt

Für Schlagzeilen sorgte Morawska erstmals 2007 mit Raumluftmessungen. Sie wies nach, dass die hohe Feinstaubbelastung, die sie in Büros feststellte, nicht aus eindringenden Abgasen des Straßenverkehrs entstammte, sondern durch Bürogeräte selbst hervorgerufen wurde. Damals hatten die Forscher die Emissionen von 62 Laserdruckern gemessen und kamen zu besorgniserregenden Ergebnissen: Die durchschnittliche Feinstaubkonzentration in den untersuchten Büros lag während der Arbeitszeiten um den Faktor Fünf höher als außerhalb der Bürozeiten. Zum Teil wurden Luftbelastungen gemessenen, wie sie durch den Rauch einer Zigarette entstehen. Dabei belasteten die untersuchten Geräte die Atemluft höchst unterschiedlich: 60 Prozent der Geräte sonderten gar keine Partikel ab, einige Geräte wiesen mittlere Emissionswerte auf – und 13 gehörten zu der Gruppe der Großverschmutzer.

Konsumenten tappen im Dunkeln

So unterschiedlich das Emissionsverhalten bei den jeweiligen Druckermodellen auch ist, so wenig können es Konsumenten derzeit überprüfen. "Es gibt keine Richtlinien und Grenzwerte, außerdem decken bisherige Prüfzeichen für Laserdrucker die Schadstoffe nicht ab und kontrollieren sie auch nicht", so Stelting. Auch über Richtlinien des Arbeitsschutzes sei wenig zu bewirken, da viele Drucker im Privathaushalt stehen.

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