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Conficker  

Bundeswehr kämpft gegen Computer-Wurm

15.02.2009, 14:36 Uhr | dpa

Bundeswehr muss gegen Computerwurm kämpfen (ddp / Fotomontage: T-Online)Bundeswehr hat mit einem Computerwurm zu kämpfen (ddp / Fotomontage: T-Online) Seit einigen Monaten treibt Conficker weltweit sein Unwesen. Nun hat der gefährliche Computerwurm mehrere hundert Bundeswehr- Rechner befallen. Seit dem vergangenen Donnerstag sind "einzelne betroffene Dienststellen vom Bundeswehr-Netzwerk getrennt, um eine weitere Ausbreitung der Schadsoftware zu verhindern", sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Samstag in Berlin. Derzeit gebe es aber keine weiteren Einschränkungen.

Spezialisten eines Computer-Notfall-Teams der Bundeswehr und des Unternehmens BWI Informationstechnik GmbH hätten "Maßnahmen zur Entfernung der Schadsoftware und Wiederherstellung der vollen Funktionsfähigkeit der Computersysteme der Bundeswehr eingeleitet". Welche Einheiten betroffen sind, gab die Bundeswehr nicht bekannt.

Militär in Frankreich und Großbritannien auch betroffen

Mit dem Computer-Wurm hatten in der Vergangenheit auch schon die Streitkräfte anderer europäischer Staaten zu kämpfen. In Frankreich beeinträchtigte "Conficker" Mitte Januar das Intranet der Marine. Ein Armeesprecher wies vor wenigen Tagen auf einer Internetseite (zdnet.fr) einen Bericht zurück, wonach mehrere Kampfflugzeuge wegen des Virusbefalls am Boden bleiben mussten. Das interne Kommunikationsnetz sei umgehend von anderen Netzen abgetrennt worden, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Auch auf Rechnern des britischen Verteidigungsministeriums hatte sich der Wurm vorübergehend ausgebreitet.

Vorliebe für Rechner von Firmen und Behörden

Der Computer-Schädling hatte im Januar innerhalb weniger Tage Millionen Rechner in aller Welt infiziert. Betroffen sind vor allem Netzwerke von Firmen und Behörden. Microsoft setzte erst am vergangenen Donnerstag eine Belohnung von 250.000 Dollar für Hinweise aus, die zur Festnahme und Verurteilung der "Conficker"-Urheber führen.

Anti-Viren-Software hat mächtig zu kämpfen

Der Wurm nutzt nach Angaben von Experten eine Sicherheitslücke in Windows-Betriebssystemen aus. Zudem versuche der Schädling, schwache Passwörter zu knacken. Auch eine Verbreitung über infizierte USB-Sticks ist möglich. "Conficker" ist nach Angaben des Anti-Viren- Herstellers F-Secure "ungewöhnlich schwierig zu entfernen". Der Wurm lädt zudem über das Internet weitere schädliche Software nach. Damit können die Angreifer beispielsweise Passwörter ausspähen oder Spam- Mails versenden.

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