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Online-Kriminalität: Firmen reißen sich um Banken-Hacker

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Online-Kriminelle  

Firmen reißen sich um Banken-Hacker

02.03.2009, 10:15 Uhr | Sascha Plischke

Rumänischer Hacker soll Sicherheits-Experten beim Kampf gegen Online-Kriminelle helfen. (Quelle: t-online.de)Rumänischer Hacker soll Sicherheits-Experten beim Kampf gegen Online-Kriminelle helfen.Für einen rumänischen war ein virtueller Banküberfall offenbar die beste Karriere-Entscheidung seines Lebens. Gabriel Bogdan Ionescu hatte Geld von einer italienischen Bank gestohlen und sitzt dafür in einem italienischen Gefängnis. Nun reißen sich offenbar gleich mehrere Sicherheits-Unternehmen sowie das Büro des Bezirksstaatsanwalts von Como um den 22-Jährigen – er soll ihnen dabei helfen, seine ehemaligen Hacker-Kollegen zu jagen.

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Grund des Interesses an Ionescu sind nun jedoch seine guten Universitätsnoten. Der junge Mann hatte sich aus dem Gefängnis heraus bei der renommierten technischen Hochschule Politecnico di Milano beworben und den Aufnahmetest mit Bravour bestanden. Besonders in mathematischer Analyse und natürlich Informatik erreichte der 22-Jährige herausragende Noten. Den Test hatte Ionescu noch dazu in Rekordzeit absolviert. Nur eine Stunde und zwanzig Minuten soll er für die komplexen Aufgaben benötigt haben. Italienische Medien griffen die Geschichte auf und bezeichneten Ionescu als "kleines Informatik-Genie".

Hacker mit brillanten Fähigkeiten

"Er ist nicht nur der Beste seiner Generation. Er ist möglicherweise der Beste auf dem Planeten", sagte etwa Pierluigi della Vigna, einer von Ionescus Professoren, in einem Interview mit einer Lokalzeitung. Diese Brillanz hat nun das Interesse gleich mehrerer Sicherheitsunternehmen geweckt. So bot ihm das Unternehmen Way-Log einen Teilzeit-Job an – die Firma beschäftigt sich mit der Beobachtung und der Bekämpfung von Online-Kriminalität. Way-Log steht derzeit in Diensten der italienischen Regierung und soll Hacker wie Ionescu einst einer war Dingfest machen helfen. Außerdem soll es noch weitere Job-Angebote gegeben haben.

Behörden planen Hafterleichterung

Für den jungen Mann ist dieses Interesse ein echter Glücksfall. Die italienischen Behörden planen nun, Ionescu aus der Haftanstalt zu entlassen und stattdessen unter Hausarrest zu stellen. So könnte er weiter studieren und eines der Job-Angebote annehmen. Damit hätte Ionescu von insgesamt drei Jahren seiner Haftstrafe nur eines hinter Gittern verbracht. Die Entscheidung über die Hafterleichterung wird im Mai erwartet.

Virtueller Banküberfall

Ionescu war im Dezember 2007 im Haus seiner Eltern im rumänischen Craiova verhaftet worden, nachdem er mit mehreren Komplizen ein italienisches Bankinstitut um eine größere Summe erleichtert hatte. Eine rumänische Spezialeinheit hatte daraufhin die Spuren des Hackers zurück verfolgt. Ionescu wurde nach einer Anhörung schließlich an Italien ausgeliefert und sitzt nun im norditalienischen Como im Gefängnis.

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