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Internet-Studie: Viele Deutsche können nicht mehr ohne

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Internet-Studie  

"Nicht ohne mein Web!"

03.03.2009, 12:55 Uhr | Yaw Awuku

Das Internet als KontaktbörseAcht Prozent des User finden im Internet ihren Partner für das reale LebenFür die meisten Deutschen ist ein Leben ohne Internet undenkbar. Das ergibt die neue BITKOM-Studie zum aktuellen CeBIT-Leitthema „Webciety“.  Demnach würden Jugendliche und junge Erwachsene eher auf ihr Auto oder ihren Lebenspartner verzichten als auf das Internet.

Der repräsentativen Studie zufolge sprengt ein Leben ohne Internet die Vorstellungskraft von immerhin 55 Prozent der deutschen Surfer. Unter den 14 bis 29-Jährigen sagen sogar ganze 84 Prozent, "nicht ohne mein Internet." 69 Prozent der Unter-30-Jährigen würden für ihr geliebtes Web das Auto sausen lassen, und immerhin 57 Prozent auch noch die Freundin oder den Freund in die Wüste schicken.

Keine virtuelle Parallelwelt ohne Wiederkehr

Dennoch kann man nicht behaupten, das Internet verlocke mit virtuellen Spielwiesen zur sozialen Isolation. „Das Web ist kein anonymes Medium, das zu sozialer Kälte führt“, erklärt BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Jeder zweite knüpft über Internet-Plattformen wie Foren und Communitys neue Freundschaften. Sechs Prozent der Nutzer lernen im Internet neue Geschäftspartner kennen. Acht Prozent der Surfer stoßen im Netz sogar auf ihren zukünftigen Lebensgefährten.

Der alltägliche Nutzen des Internets ist kaum zu unterschätzen. So sagen 61 Prozent der Befragten aus, sie hätten ihre Allgemeinbildung verbessert. Jeder Zweite konnte mit Online-Shopping und Online-Preisvergleichen Geld sparen ohne sich die Füße wund zu laufen.

Der Sprung über den "digitalen Graben"

Aber natürlich gibt es auch noch einige Bereiche, an denen es kräftig hapert. So Spricht Prof. Scheer von einer Art „digitalen Graben“, der die Generationen voneinander spaltet. „Die Unter-50-Jährigen nutzen das Internet doppelt so stark wie die Über-50-Jährigen“, bemängelt Scheer. Die Aufgabe lege darin, die verschiedenen Generationen auf Augenhöhe zu bringen.

Handlungsbedarf bei Datenschutz

Handlungsbedarf bestehe ebenso in Punkto Datenschutz. 44 Prozent sehen die Hauptverantwortung weder bei der  Wirtschaft noch bei den Endbenutzern, sondern beim Staat. Mehr als die Hälfte der Internetbenutzer sagen hingegen, sie seien selbst für die Sicherheit ihrer Daten zuständig. Aber gerade die junge Web-Generation gibt viele persönliche Informationen auf Internetplattformen preis ohne zu wissen, wo ihre Daten letztendlich landen. „Umso wichtiger ist es, die Debatte um ein neues Datenschutzrecht zu führen“, argumentiert Scheer. Ebenso sollte nach Scheer die Bewusstseinsbildung für Sicherheit im Internet stärker fokussiert werden.

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