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Niedersachsen: Razzien bei mutmaßlichen Tauschbörsen-Betreibern

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Kampf gegen Raubkopien  

Razzien bei mutmaßlichen Tauschbörsen-Betreibern

26.03.2009, 10:32 Uhr

Polizei beschlagnahmt bei Tauschbörsen-Ring in Niedersachsen mehrere Computer, CDs und DVDs. (Foto: dpa)Bei der Razzia wurden mehrere Datenträger und PC sichergestellt. (Foto: t-online.de)Ende einer Bezahl-Tauschbörse: Bei einer koordinierten Durchsuchungsaktion stellte die niedersächsische Polizei Beweismaterial gegen die Betreiber eines BitTorrent-Servers sicher. Die Beschuldigten sollen Download-Rechte für ihr Netzwerk verkauft haben.

Die Aktion ging schon vor einer Woche über die Bühne, bekanntgemacht wurde sie erst an diesem Mittwoch. Am 18. März um 7.30 Uhr klingelten Polizeibeamte an den Türen von drei Wohnungen in Lüneburg, Braunschweig und Wolfenbüttel, begannen eine offenbar gut vorbereitete Durchsuchungsaktion. Im Visier der Fahnder: Computer, Festplatten und Selbstgebranntes - nicht in Flaschen, sondern auf CDs und DVDs. Die Polizisten suchten nach Raubkopien.

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Tauschbörsen-Zugang nur für zahlende Kunden

Der Grund für die Wohnungsdurchsuchungen waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Lüneburg. Auf ihren Antrag hin hatte das dortige Amtsgericht vor Kurzem die Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Nachforschungen der GVU, der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, zufolge haben die Inhaber der drei Wohnungen, drei Männer und eine Frau, gemeinsam einen sogenannten Paytracker betrieben, einen Tauschbörsen-Server also, zu dem nur zahlende Kunden Zugang bekamen.

Nutzer mussten Raubkopien bereitstellen

Mitgliedern dieser Tauschbörse gewährten die Betreiber nach Angaben der GVU gegen Zahlung von bis zu 75 Euro Download-Kontingente. Ab einem Betrag von 100 Euro sollen die Tracker-Betreiber zusätzlich diverse Nutzungsprivilegien vergeben haben. Zudem soll für die Nutzer ein strenges Regelwerk gegolten haben, auf dessen Einhaltung die Betreiber strengstens achteten. So seien die zahlenden Kunden verpflichtet worden, ihre Raubkopien für eine vorgegebene Zeit zum Upload in dem BitTorrent-Netzwerk bereit zu stellen.

Software und Filme aus 34 Kategorien

Laut GVU begannen die Ermittlungen bereits 2008, als Mitarbeiter der Organisation den Tracker im Internet entdeckten. Demnach sollen Kunden des Angebots Software und Filme aus 34 Kategorien zum Herunterladen bereitgestanden haben. Das Videoangebot habe dabei kommerzielle Videos in Qualitäten bis hin zu HD-Auflösungen umfasst. Ebenso sollen Konsolenspiele, Kinderfilme und Pornos im Portfolio vorhanden gewesen sein. Insgesamt sollen zu diesem Zeitpunkt laut GVU knapp 300 Titel über den Tracker verfügbar gewesen sein.

Beschuldigte verdiente Geld mit illegalem Filesharing

Ihre Erkenntnisse nutzte die GVU schließlich im Juni 2008, um Strafantrag wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen illegalen Verwertung gegen die zunächst noch unbekannten Betreiber des Trackers zu stellen. Den Strafverfolgungsbehörden gelang es in der Folge, die Beschuldigten zu identifizieren und Indizien dafür zu sammeln, dass die Beschuldigten mit der Steuerung des illegalen Datentauschs Geld verdienten.

Sieben PCs, Hunderte Raubkopien

Im Rahmen der Durchsuchungen wurden nun neben sieben PCs und mehreren externen Festplatten auch diverse selbstgebrannte DVDs und CDs mit nach GVU-Angaben Hunderten aktuellen Kinofilmen, Spielen und Anwenderprogrammen sichergestellt. Zwei der Beschuldigten wurden zudem zur erkennungsdienstlichen Behandlung auf eine Polizeiwache gebracht.

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