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Google Street View kehrt nach Deutschland zurück

27.03.2009, 10:26 Uhr

Teil der Google-Flotte: Opel Astra mit "Kamera-Periskop". (Foto: Google)Teil der Google-Flotte: Opel Astra mit "Kamera-Periskop". (Foto: Google) Ab Freitag den 27. März schickt Google wieder Fahrzeuge mit Dachkameras durch Deutschland. Die Wagen mit den auffälligen Aufbauten sollen systematisch deutsche Straßenzüge für den Dienst "Street View" fotografieren. Googles Großprojekt - virtuelle Stadtrundfahrten durch die Städte der Welt zu ermöglichen - stößt seit längerem auf heftige Kritik bei Datenschützern und Bewohnern.

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Googles Kamera-Fahrzeuge tourten erstmals im vergangenen Jahr durch Deutschland. Dabei machten sie unter anderem Rundum-Aufnahmen von den Straßenzügen Berlins. Die Fahrten mussten jedoch wegen des schlechten Herbstwetters abgebrochen werden, so dass Google nun einen weiteren Versuch startet. Datenschützer beobachten das Google-Projekt skeptisch, da die Kameras nicht nur Straßen und Häuserfronten, sondern auch aus nächster Nähe Menschen erfassen, die völlig unvorbereitet ins Visier geraten. "Street View" diene so dem Voyeurismus.

Street View sorgte auch in Deutschland für Ärger

Auch von Schleswig-Holstein sollten virtuelle Rundfahrten entstehen. Die kleine Gemeinde Molfsee klagte jedoch 2008 erfolgreich gegen den Dienst, woraufhin Google das Street View-Projekt im gesamten Bundesland abbrach. In Großbritannien sorgten die Street View-Bilder für viel Ärger, weil sie zu intime Einsichten zeigten - etwa Besucher von Sex-Shops oder nackte Kinder, die im Park spielen. Zudem waren die Gesichter der Personen nicht durchgehend unkenntlich gemacht - was nach Aussage von Google eigentlich automatisch passieren sollte.

Datenschützer fordern Maßnahmen gegen Street View

Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung Peter Schaar empfiehlt, Google zu einer Genehmigung für die Aufnahmen zu zwingen - so ließen sich die Straßenfotos auf ganz legalem Wege verbieten. Google-Sprecher Stefan Keuchel weist die Vorwürfe zurück. Die Bilder entständen im öffentlichen Raum und seien daher keine Bedrohung der Privatsphäre. Zudem zeigten die Bilder keine Live-Aufnahmen: "Zwischen den Aufnahmen und der Veröffentlichung vergehen Monate". Darüber hinaus enthalte der Online-Dienst eine Löschfunktion, mit der sich versehentlich nicht gepixelte Bilder auf Knopfdruck entfernen ließen. Wann die umstrittenen Street View-Aufnahmen auch in Deutschland zu begutachten sind, wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben.

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