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Wikipedia schlägt Microsoft

31.03.2009, 11:47 Uhr | Yaw Awuku / dpa

Software-Gigant Microsoft gibt sein Internet-Lexikon Encarta auf. In einer offiziellen Mitteilung hat der Konzern angekündigt, alle Angebote seines Nachschlagewerkes bis Ende des Jahres vom Markt zu nehmen. Zu viele Nutzer vertrauen lieber auf Wikipedia.

Über die Homepage seiner Enzyklopädie MSN Encarta teilte Microsoft mit, alle Angebote in Verbindung mit der Encarta bis zum Ende des Jahres einzustellen. Die ersten Software-Produkte "Microsoft Student" und "Encarta Premium" werden bereits im Juni dieses Jahres vom Markt genommen. Das Online-Angebot der Microsoft-Enzyklopädie werde nur noch bis zum 31. Oktober verfügbar sein. Nur in Japan werden die Internetseiten noch bis zum 31. Dezember weiterlaufen.

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Encarta verliert an Beliebtheit

Grund für die Einstellung des erstmals 1993 erschienen Nachschlagewerkes ist offensichtlich die massenhafte Abwanderung der Nutzer innerhalb der letzten zwei Jahre: "Der Bereich traditioneller Enzyklopädien und Nachschlagewerke hat sich verändert. Die Menschen suchen und konsumieren Informationen nicht mehr auf dieselbe Art und Weise", heißt es dazu in Microsofts offizieller Mitteilung auf der Encarta Homepage. Einen wesentlichen Teil zu dieser Veränderung hat sicherlich das freie Online-Lexikon Wikipedia beigetragen. Während Microsofts Encarta rapide an Beliebtheit verlor, hat sich Wikipedia zur festen Institution unter den Wissens-Seiten entwickelt.

Wikipedia stockt auf

Gegenüber Encarta wird Wikipedia täglich von tausenden von Nutzern aktualisiert und bietet Artikel zu einem größeren Themenspektrum an. Ein weiterer Vorteil von Wikipedia gegenüber den kommerziellen Enzyklopädien ist die Masse an weiterverwendbarem Bildmaterial. Allein das Deutsche Bundesarchiv spendete letzten Dezember 100.000 Bilder an Wikipedia, die von jedem heruntergeladen und unter Nennung des Rechteinhabers auch weiterverbreitet werden dürfen. Wie die dpa meldet, sollen nochmals 250.000 Bilder aus der Fotothek der Sächsischen Staats- und Universitätsbibliothek der freien Enzyklopädie bald zur Verfügung stehen.

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