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Großbritannien erlaubt Google Street View offiziell

24.04.2009, 11:24 Uhr | Andreas Lerg mit Material von AP

Google Streetview in Groß-Britannien darf offiziell fotografiert werden. (Quelle: dpa)Google Streetview in Groß-Britannien offiziell zugelassen. (Quelle: dpa) In Großbritannien darf Google jetzt seine Street-View-Fotofahrzeuge ganz offiziell auf Bildersammel-Tour schicken. Die britische Datenschutzbehörde hat jetzt alle Beschwerden gegen die Fotosafari des Suchmaschinen-Konzerns pauschal abgelehnt.

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Die britische Datenschutzbehörde Information Commissioner (ICO) hat insgesamt 74 Beschwerden vorliegen, die alle darauf abzielen, Google das fotografieren von Straßen und Häusern in England zu verbieten. Auch sollte Google gezwungen werden, die vorhandenen Bilder nicht mehr anzuzeigen. Hauptbeschwerdeführer war die Organisation Privacy International, ein Interessenverband zur Stärkung der Privatsphäre.

Beschwerden abgelehnt

Diese Beschwerden wurden nun pauschal abgelehnt. Begründung der ICO: In einer Welt, in der die Menschen twittern, bloggen und Dienste wie Facebook nutzen und so sehr viel ihrer Privatsphäre freiwillig preisgeben, wäre die Sperrung von Google Streetview nicht im öffentlichen Interesse. Außerdem stellen die Aufnahmen, die die Fahrzeuge von Google machen, nach Auffassung der ICO nur eine geringe Beeinträchtigung der Privatsphäre dar.

Großbritannien überwacht flächendeckend

Großbritannien ist zudem das Land mit den meisten Video-Überwachungskameras. Kein anderes Land schaut so umfangreich hin und zu. Über 4,5 Millionen Überwachungskameras sind im Vereinigten Königreich an Straßen, Plätzen, öffentlichen Gebäuden und vielen anderen Standorten montiert.

Änderung oder Löschung nur auf Wunsch

Statt dem generellen Verbot, was die Absicht hinter den Beschwerden war, hilft jetzt nur die gezielte Anfrage bei Google. Wer sich selbst auf einem Streetview-Bild sieht und nicht einverstanden ist, muss Google kontaktieren. Dann werden eventuell Bereiche in den Bildern unkenntlich gemacht. Autokennzeichen oder auch Gesichter anonymisiert macht Google allerdings automatisch. Auch werden Bilder auf Anfrage eines Betroffenen gelöscht.

Eine Dorf wehrt sich

Wo Google mit seinen Kamera-Autos unerwünscht ist, hilft vielleicht die Gegenwehr der kleinen Gemeinde Molfsee in Schleswig-Holstein. Dort wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesdatenschutz erreich, dass Google die Region vorerst nicht fotografisch erfasst. Das war allerdings ein freiwilliges Zugeständnis von Google und nicht etwa ein juristischer Erfolg der örtlichen Behörden.

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