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Google Straßenfotos  

Street View noch dieses Jahr in Deutschland

27.04.2009, 09:15 Uhr | Sascha Plischke

Google Street View soll noch 2009 in Deutschland starten. (Foto: Google)Teil der Google-Flotte: Opel Astra mit "Kamera-Periskop". (Foto: Google) Googles Street View kommt nach Deutschland: Noch in diesem Jahr will der Internetgigant seine virtuelle Straßenrundfahrt auch mit Fotos aus deutschen Städten anbieten. Das wird möglich durch eine Einigung mit deutschen Datenschützern. Die standen dem Projekt bisher skeptisch gegenüber. In den Gesprächen soll Google nun Zugeständnisse gemacht haben, spezielle Tools sollen die Sicherheit der Privatsphäre deutscher Bürger gewährleisten.

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Der Datenschutzbeauftragte des Konzerns, Peter Fleischer, zeigte sich jedenfalls nach den Gesprächen äußerst optimistisch. "Jetzt, da weitestgehend Einigkeit mit den Datenschützern besteht, hoffen wir, dass der Service noch in diesem Jahr starten kann., sagte Fleischer dem Magazin Focus. Um den Start zu ermöglichen habe Google zugesichert, spezielle Werkzeuge zum Datenschutz in den Service zu integrieren. Weitere Angaben zur Art dieser Werkzeuge machte Fleischer nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass Google wie in anderen Ländern auch Fahrzeug-Kennzeichen und Gesichter auf den Fotos automatisch anonymisieren wird. Außerdem dürfte es für die Abgelichteten die Möglichkeit geben, kompromittierende Bilder löschen zu lassen.

Datenschützer waren skeptisch

Vor den Gesprächen hatten die deutschen Datenschützer wiederholt Bedenken gegen Googles Straßenfotos geäußert. So hatte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Hans-Joachim Menzel im November 2008 gefordert, allen Bürgern vor Erhebung der Bilddaten die Möglichkeit zum Einspruch zu geben. Zudem hatten in Schleswig-Holstein zahlreiche Städte und Gemeinden verunsichert auf die Kamerafahrten reagiert und sich gegen das Abfotografieren ihrer Straßen gewehrt. Auch der Landesdatenschutzbeauftragte Thilo Weichert hatte aufgefordert, auf eine Datenerhebung in Schleswig-Holstein zu verzichten. Google hatte deshalb die Veröffentlichung des Dienstes in Deutschland zunächst verschoben.

In anderen Ländern schon lange online

Seit Mitte 2008 sind Googles Kamerawagen bereits in Deutschland unterwegs und fotografieren Straßenzüge. Die High-Tech-Kameras auf den Dächern der Fahrzeuge fotografieren dabei die Straßen einer Stadt Stück für Stück ab, eine 360-Grad-Aufnahme nach der nächsten. Diese Aufnahmen hintereinander zum Durchklicken ergeben am Ende eine virtuelle Städte-Tour aus der Sicht eines Autofahrers. In den USA hat der Suchmaschinenriese so schon dutzende Großstädte abgelichtet, auch in Großbritannien und den Niederlanden gibt es die virtuelle Stadtrundfahrt bereits.

Privatsphäre von Passanten gefährdet

Der Dienst ermöglicht atemberaubende Kamerafahrten durch fremde Städte. Für die dabei abgelichteten Personen ist das jedoch kein ungeteiltes Vergnügen. Privatpersonen auf der Straße werden ungefragt und ohne ihr Wissen fotografiert und können dann von jedem Internetnutzer nach Belieben begafft werden. In den USA machten sich gleich mehrere Webseiten nach dem Start des Angebots einen Sport daraus, die peinlichsten Szenen zu finden: Menschen beim Nasebohren, dem Pinkeln an der Straßenecke oder beim Verlassen eines Bordells. Für die Betroffenen ist das unangenehm, für die Voyeure am Bildschirm ein Riesenspaß. Zudem fürchten Hausbesitzer, das Kriminelle mit den Fotos ihren Besitz ausspähen könnten.

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