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Soja-Tinte in den Druckertank

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Laserdrucker  

Soja-Tinte in den Druckertank

05.05.2009, 18:57 Uhr | Dinesh Ramdie (AP)

LaserMonksGreen-Chef Father Bernard McCoy betreibt seinen Laserdrucker mit Soja statt Toner. (Quelle: AP/dpa)LaserMonksGreen-Chef McCoy druckt auf Soja-Basis. (Quelle: AP/dpa) Jedes Mal wenn der eine Seite ausspuckt, war höchstwahrscheinlich wiedermal ein erdölbasierter Toner mit im Spiel. Jetzt soll es aber auch umweltfreundlicher gehen, mit Tonern auf der Basis von Soja. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand.

Mit Sojaöl bedrucktes Papier ist leichter wiederzuverwerten, und dabei kostet sojabasierter Toner auch weniger als Original-Toner. Als erneuerbarer Rohstoff dürfte der Preis von Sojaöl auch in Zukunft stabiler sein, als der von erölbasierten Produkten. Zeitungen, Zeitschriften und Buchdrucker haben in den vergangenen Jahren schon umgestellt.

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Soja-Toner überzeugt im Test

Erste Tests zeigen, dass die Sojatinte so arbeitet, wie es die Hersteller versprechen. In einem Test mit identischen Dokumenten auf zwei identischen Druckern - der eine mit einem original Toner von Hewlett-Packard und der andere mit einem Sojatoner - waren die Ausdrucke nicht zu unterscheiden, sie waren gleich schwarz und wischfest. Der Soja-Toner stammte von PRC Technologies, einem Unternehmen von Print Recovery Concepts aus Standish im US-Staat Maine. Vizepräsident Rick Greenlaw erklärt, Ziel sei es, billiger zu sein als die traditionellen Toner. "Uns geht es um die Menschen, die grüner handeln wollen, solange es nicht mehr kostet."

Mönche vertreiben Soja-Toner in Amerika

Einer der größter Vertreiber von Soja-Tonern ist LaserMonksGreen, eine Website von Zisterzienser Mönchen in Sparta im US-Staat Wisconsin. Sie verdienen damit genug Geld, um die Abtei weiterzuführen, der Rest geht an Wohltätigkeitsorganisationen. Für jede verkaufte Soja-Kartusche lässt LaserMonksGreen in Brasilen einen Baum pflanzen und spendet einen Dollar an eine Welthungerhilfeorganisation. Und die Mönche beten auch für ihre Kunden.

Günstige Alternative zum Lasertoner

LaserMonksGreen verkauft Laser-Kartuschen, die in HP-Drucker passen. Sie sind etwa 20 Prozent billiger als neue original HP-Kartuschen. Gebrauchte und aufgearbeitete Toner können aber noch billiger sein. Soja-Toner gibt es bislang nur für Laser-Drucker, einen Ersatz für die Tinte in Tintenstrahldrucker ist noch nicht in Sicht.

Lexmarkt prüft noch

Die großen Firmen, die die erdölbasierten Toner anbieten, beobachten zwar nach eigenen Angaben den Markt mit erneuerbaren Rohstoffen, haben aber selbst keine eigenen Pläne, etwas Vergleichbares anzubieten. Hewlett-Packard erklärte, noch hätten eigenen Forschungen zufolge die sojabasierten Toner nicht die Standards von HP erreicht. Lexmark International erklärte, mais- und sojabasierte Toner würden geprüft. Für ein Urteil sei es noch zu früh.

Kartuschen für Farblaser in Arbeit

Damit bleibt PRC Technologies zunächst einer der wichtigsten Hersteller. Bislang werden nur Toner für Schwarz-Weiß-Laserdrucker von HP angeboten. Andere Druckerhersteller sollten noch in diesem Sommer folgen, Farb-Kartuschen seien in Arbeit, heißt es.

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