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Online-Kriminalität: Zahl der Zombie-Computer steigt explosionsartig

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Cyber-Verbrecher  

Zahl der Zombie-Computer steigt explosionsartig

06.05.2009, 15:12 Uhr | Andreas Lerg

Zahl der Botnet-Zombies wächst rasant. Millionen Schäden entstehen.Zahl der Botnet-Zombies wächst rasant. Immer schneller werden immer mehr Computer von Botnets gefangen genommen und zu Zombie-Rechnern gemacht. Die Angreifer haben es vor allem auf normale unbedarfte Nutzer abgesehen. Die entstehenden wirtschaftlichen Schäden nehmen immense Ausmaße an.

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Die Zahl der in Botnets versklavten PC ist seit 2008 um 50 Prozent angestiegen. Alleine seit Januar 2009 sind 12 Millionen Rechner von Viren und Trojanern gekapert worden. Diese Zahlen meldet McAfee, Hersteller von Antivirensoftware. Ermittelt wurden diese allerdings von der weltweit tätigen Wirtschaftsprüfungs- und Finanzberatungsgruppe Deloitte.

USA Zombie-Land Nummer eins

Die USA stehen mit 18 Prozent aller infizierten Rechner an der Spitze der Botnet-Statistik. Dann folgt China mit 13 Prozent. Deutschland folgt mit 5,3 Prozent schon auf Platz vier. Der rasante Anstieg der infizierten Rechner erzeugt die Infrastruktur, die die Internet-Verbrecher brauchen, um das weltweite Datennetz noch intensiver mit Schadsoftware zu überfluten. Daraus resultiert ein geradezu explosives Verschärfung des Problems. Täglich tauchen 20.000 neue Malware-Varianten auf und alle 24 Stunden erfolgen rund 32.000 Cyber-Angriffe auf Rechner in Botnets. Die unerkannte Dunkelziffer ist höher, Tendenz steigend.

Woher kommt dieser Anstieg?

Die Zahl der infizierten Rechner steigt immer schneller, da das Internet in immer mehr Bereichen des täglichen Lebens Einzug hält. Es wird online eingekauft, gechattet, getwittert und gebloggt. In vielen Haushalten gibt es längst nicht mehr nur einen PC, sondern gleich mehrere, meist auch vernetzt. Die Cyber-Gangster gehen genau in diesem Bereich auf die Jagd. Nicht Weltkonzerne, Rechnernetze von Banken oder wenige Superreiche sind das Ziel. Die Kriminellen wollen an das Geld der normalen Nutzer. Sie greifen die Menschen an, die nicht misstrauisch sondern gutgläubig sind und das Internet unvorsichtig und ohne gute Schutzmechanismen nutzen.

Immense Gefahren auch für die Wirtschaft

Die Experten von Deloitte warnen vor Untätigkeit, denn die kriminellen Machenschaften verursachen in vielerlei Hinsicht immense Schäden. So muss mehr und mehr Geld für Sicherheit und Abwehr von Cyber-Kriminalität ausgegeben werden. Durch die immer komplexere Vernetzung von ökonomischen, öffentlichen, militärischen aber vor allem auch privaten Bereichen über das Internet, ergeben sich immer mehr Angriffsflächen. Gleichzeitig schnellen die Schadenssummen in die Höhe, die durch erfolgreiche Beutezüge der Betreiber der zahlreichen Botnets entstehen.

194 Millionen Euro Schaden

Das Internet Crime Complaint Center (IC3), betrieben von der US-Regierung, hat für 2008 einen durch Internetkriminalität verursachten Schaden in Höhe von 265 Millionen Dollar ermittelt. Das entspricht 194 Millionen Euro und betrifft nur die USA. Zudem geht die IC3 davon aus, dass dieser statistisch ermittelte Wert nur etwa 15 Prozent des wirklichen Schadens darstellt. 

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Experten fordern nationale und internationale Strategien

In den USA hat Präsident Obama das Thema Cyber-Kriminalität zur Chefsache gemacht. Auch in Groß-Britannien arbeitet an einer „Cyber Strategie“. Die EU drängt ihre Mitgliedsstaaten, gemeinsame Sicherheitsmaßnahmen zu koordinieren.

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