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E-Commerce: Vorsicht vor Abo-Fallen und Online-Abzockern

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Internet-Kriminalität  

Vorsicht vor Abo-Fallen und Online-Abzockern

12.05.2009, 12:48 Uhr | Andreas Lerg

Gerd  Billen (Bundesverband der Verbraucherschutzzenteralen) fordert Gütesiegel als Schutz gegen Abofallen & CoGerd Billen fordert Gütesiegel als Schutz gegen Abofallen & Co Abofallen sind mittlerweile nicht nur eine der größten Abzockerplagen im Internet - sie geraten auch immer mehr in den Fokus von Verbraucherschützern und Kriminalpolizei. Gerd Billen vom Bundesverband der Verbraucherzentralen will eine Art Gütesiegel für seriöse Online-Shops und andere E-Commerce-Seiten.

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Hausaufgabenhilfe, Gratis-Kochrezepte, Online-Routenplaner und andere Lockangebote, die Zahl der Betrugsfälle durch Abofallen und ähnliche Abzockerseiten geht mittlerweile in die Hunderttausende. Die Verbraucherzentralen bundesweit gehen von rund 240.000 geprellten Nutzer pro Jahr aus. Das sind nur die gemeldeten Fälle, die Dunkelziffer liegt weit darüber. Gerd Billen, Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, kommentiert: "Die meisten dieser Verträge sind nicht in Ordnung." Nun fordert er ein schärferes Vorgehen gegen Abofallen im Internet.

Gütesiegel soll seriöse Anbieter kennzeichnen

Billen hat auf dem zweiten Deutschen Verbrauchertag in Berlin jetzt ein Gütesiegel vorgeschlagen. Das Gütesiegel würde seriöse E-Commerce-Seiten kennzeichnen. Wer das Siegel für seinen Online-Shop oder auch seinen Abo-Dienst haben möchte, muss verschiedene Prüfkriterien erfüllen. So muss unter anderem die Zahlung sicher sein und die Daten der Nutzer dürfen nicht missbraucht werden.

Immer die gleiche Masche

Die meisten der Abo-Fallen funktionieren nach immer der gleichen Masche. Groß und fett werden irgendwelche kostenlosen Dienste oder Dinge angepriesen. Man muss sich lediglich einmal registrieren. Schon schlägt die Falle zu. Denn irgendwo sehr gut versteckt im Kleingedruckten weit unten auf der Seite wird erwähnt, dass mit der Registrierung ein Abonnement abgeschlossen wird. Die Verträge sind meist auf mindestens ein, meist eher zwei Jahre angelegt. Es werden ein paar Euro pro Monat verlangt und das dann für ein Jahr komplett im Voraus. Oft werden gesetzlich verbriefte Rechte wie Widerruf und Rücktritt einfach unterschlagen oder auf Unterseiten verborgen.

Nicht einschüchtern lassen

Sind Sie Opfer einer Abofalle geworden? Zahlen Sie nicht und lassen Sie sich auch nicht von Mahnschreiben eines Anwalts einschüchtern. Wehren Sie sich! Verbraucherschützer empfehlen folgende Vorgehensweise: Legen Sie sofort schriftlich Widerspruch gegen Zahlungsforderungen ein und bezahlen Sie nicht. In den seltensten Fällen ist ein wirksamer Vertrag zustande gekommen. Das vor allem, da die Seite nicht auffällig genug über die Abokosten belehrt hat. Genau das will der Betreiber der Abzockerseite nicht und verbirgt diese Infos im Kleingedruckten. Wenn jeder sehen könnte, dass die vermeintliche Gratisseite monatliche Abokosten verursacht, dann würde niemand darauf hereinfallen. Weiterhin sollten Sie den Vorfall ihrer örtlichen Verbraucherzentrale melden. Die kann Sie auch unterstützen, vor allem, wenn Sie die Abzocker mit Mahnschreiben und kurzen Fristsetzungen unter Druck setzen wollen. Eine Anzeige bei der Kriminalpolizei ist auch sinnvoll, damit die Betrüger auch dort aktenkundig werden.

Vorbeugung gegen Abzocker

WOT warnt vor AbzockernWOT warnt vor Abzockern Sie können sich aber auch aktiv gegen Abofallen und ähnliche Abzocker schützen. Zum einen beispielsweise mit der Browser-Erweiterung WOT, die vor bekannten Abofallen und weiteren Internet-Gefahren warnt. Vor allem aber mit gesundem Menschenverstand. Bleiben Sie skeptisch. Schauen Sie sich eine Webseite gründlich an und lesen Sie das Kleingedruckte, bevor Sie sich irgendwo registrieren. Schauen Sie auch mal ins Impressum einer Seite. Hat der Betreiber einen deutschen Firmensitz? Oder verbirgt er sich irgendwo im Ausland, wo der Firmensitz außerhalb deutscher Verbraucherschutzgesetze liegt? Zu einem Betrug gehören immer zwei: Der Betrüger und der, der darauf reinfällt. Eine gesunde Skepsis kann Sie bereits vor einem Großteil der Abzockerseiten schützen.

Hintergrund Abo-Abzocke im Internet nimmt zu - so wehren Sie sich
Download Tipps der Verbraucherzentrale Baden-W. (PDF-Datei)
Download Musterbriefe gegen Abo-Abzocke der VZ NRW (DOC-Datei)
Download WOT bei Softwareload

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