Sie sind hier: Home > Digital > Computer >

Datenpanne: Britischer Luftwaffe hochsensible Daten gestohlen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Datenpanne – Militär  

Hochsensible Daten der britischen Luftwaffe gestohlen

25.05.2009, 13:48 Uhr | dpa

In Großbritannien reißt die Serie der Datenpannen nicht ab. Diesmal wurden bei der Luftwaffe Datenträger mit hochsensiblen privaten Informationen über Mitarbeiter gestohlen - darunter Details über Drogenmissbrauch, strafrechtliche Verfolgungen, Besuche bei Prostituierten oder außereheliche Affären.

Foto-Show Die unglaublichsten Datenpannen
Foto-Show Militärgeheimnisse auf Google-Earth
Softwareload Brisante Daten richtig löschen
Klick-Show Die zehn dicksten Web-Pannen

Die Computer- seien bereits im September von der Royal Air Force (RAF) in Gloucestershire gestohlen worden und enthielten Informationen, die bei einer Sicherheitsüberprüfung der Mitarbeiter gesammelt wurden, berichteten der Sender BBC und die Zeitung Guardian. Die Regierung habe dies jedoch bislang geheim gehalten. Zum Zeitpunkt des Diebstahls hatte das Verteidigungsministerium lediglich mitgeteilt, dass womöglich Bankdetails und Adressen verloren gegangen seien. Ein internes Papier offenbart aber nun die erschütternde Tragweite des Vorfalls: Daten über Gesundheitszustand, Sexualgewohnheiten, Vorstrafen und finanzielle Verhältnisse, die im Rahmen von Sicherheitschecks erhoben wurden, sind ebenfalls verschwunden. Betroffen seien rund 500 Menschen.

Ein gefundenes Fressen für Erpresser und Spione


In dem Schreiben warnte die RAF davor, dass die Informationen für Erpressungen genutzt werden könnten. "Diese Daten sind eine außerordentliche Liste für ausländische Geheimdienste, investigative Journalisten und Erpresser", heißt es in dem Dokument, aus dem die BBC zitierte. Wenn Details aus dem Privatleben teils hochrangiger RAF-Offiziere an die Öffentlichkeit kämen, werde zudem der Ruf des Militärs beschädigt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte den genauen Inhalt der Datenträger nicht bestätigen. Es gebe aber keine Hinweise, dass sie für kriminelle Zwecke missbraucht würden. Allen Betroffenen sei Beratung angeboten worden.

Anhaltende Kette peinlicher Datenpannen


In Großbritannien kommt es immer wieder zu peinlichen Datenpannen. So gingen einmal die Daten inklusive Bankdetails von Millionen Kindergeldempfängern verloren. Zuletzt geriet eine CD mit den genauen Spesenabrechnungen britischer Abgeordneter an die Presse. Dadurch wurde ein Skandal ausgelöst, der alle etablierten Parteien gleichermaßen schwer beschädigt hat.

Datenpannen in England

Daten-Discount 35.000 Daten für neun Euro
Datenskandal Justizbehörde verliert vertrauliche Daten
eBay-Panne Innenministerium versteigert Top-Secret-Laptop

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Computer

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017