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Online-Kriminalität: Cyber-Gangster tricksen Amazon und Apple aus

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Sicherheit – Online-Betrüger  

Cyber-Gangster tricksen Amazon und Apple aus

12.06.2009, 11:40 Uhr | Yaw Awuku

Cyber-Gangster nutzten Amazon und iTunes monatelang zur Geldwäsche. (Quelle: t-online.de)Cyber-Gangster nutzten Amazon und iTunes monatelang zur Geldwäsche. (Quelle: t-online.de) Mit einer listigen Finte erleichterten Online-Kriminelle die Musikshops von Amazon und Apple um mehr als 200.000 Euro. Mit gestohlenen Kreditkarten und eigenen Musikstücken machten sich die Gauner sozusagen selbst zu Popstars – bis die Tarnung aufflog.

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Laut der britischen Online-Magazin The Register, stellte die Bande mit Hilfe einer US-Firma selbstproduzierte Lieder in die Online-Shops von Amazon und Apples iTunes. Anschließend kauften die Online-Gangster in den Shops ihre eigenen Songs für umgerechnet 537.000 Euro. Als "Künstler" erhielten sie dafür von den Shop-Betreibern 214.000 Euro Tantiemen zurück – auf den ersten Blick vollkommen legal. Die Kreditkartendaten waren jedoch gestohlen.

Geld rein gewaschen

Mit diesem Trick umgingen die Gangster geschickt die üblichen Schwierigkeiten bei der Verwertung gestohlener Kreditkartendaten. Üblicherweise werden diese dazu benutzt, gefälschte Karten herzustellen und schnellst möglich hochwertige Waren zusammenzukaufen. Erst beim Wiederverkauf kommen die Kriminellen an Bargeld.

Bande blieb monatelang unentdeckt

Neun Personen sollen angeblich an dem kriminellen Musikgeschäft beteiligt gewesen sein: Drei Frauen und sechs Männer aus London und Mittelengland nahm die Polizei am Mittwoch in Haft. Sowohl die britische Spezialeinheit Police Central e-crime Unit (PCeU) und das amerikanischen FBI führten im Voraus monatelange Ermittlungen. Terry Wilson, Sprecher der PCeU, sieht die Notwendigkeit seiner Spezialeinheit bestätigt: "Wir machen es Kriminellen schwerer, die versuchen, das Internet auszunutzen und Online-Straftaten über Ländergrenzen hinweg auszuüben."

Anklage wegen Betrugs und Geldwäsche

Nach Aussage der britischen Polizei, steht den Festgenommen jetzt ein Strafverfahren wegen Betrug und Geldwäsche bevor. Außerdem wird den mutmaßlichen Tätern vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben.

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