Startseite
Sie sind hier: Home > Digital > Computer >

EU plant härtere Strafen für Hacker

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

EU plant härtere Strafen für Hacker

16.06.2009, 11:27 Uhr | Andreas Lerg

Die Schäden durch Cyber-Attacken wachsen ständig. Jetzt will die EU das Strafmaß auf fünf Jahre Knast erhöhen. (Montage: t-online.de) EU plant härtere Strafen für Hacker. (Montage: t-online.de) Hacker landen bald deutlich länger im Gefängnis. Die Haftstrafen für Computer-Kriminalität steigen auf bis zu fünf Jahre. Zudem soll ein EU-weites Informationssystem die Bekämpfung und Auswertung von Cyber-Kriminalität deutlich vereinfachen.

Foto-Show So funktioniert ein Botnet
Straßenbahnen ferngesteuert Top 10 der kuriosen Hacker-Attacken
Was Experten raten So surfen Sie sicher im Internet
Download Freeware gegen Datenspione

Die EU will Computerkriminalität deutlich härter bestrafen als bisher. Das Strafmaß soll von derzeit ein bis drei Jahre Haft auf fünf Jahre angehoben werden. Die Schäden und Kosten, die durch immer massivere und perfidere Cyber-Attacken verursacht werden, steigen ständig an. Radomir Jansky, leitender Beamter für Computerkriminalität in der Generaldirektion für Justiz, Freiheit und Sicherheit der EU-Kommission, stellt in einem Interview mit der Financial Times fest: "Groß angelegte Angriffe sind auf dem Vormarsch, aber die Strafen sind nicht hart genug, um Kriminelle abzuschrecken."

Höhere Strafen sollen EU-Standard werden

Der massive Anstieg der Straftaten im Bereich der Internetkriminalität, vor allem groß angelegte Cyber-Attacken, belegen laut Jansky die Notwendigkeit für härtere Strafen. In Ländern wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien, aber auch Estland und Litauen, sind höhere Strafen bereits gesetzlich verankert. Die EU will das jetzt in der Rechtssprechung aller 27 EU-Mitgliedsstaaten einheitlich durchsetzen.

Neues Informationssystem soll bei Abwehr helfen

Neben dem höheren Strafmaß für überführte Computer-Kriminelle, plant die EU-Kommission eine weitere Maßnahme im Kampf gegen Internet-Kriminalität. Es wird ein europaweites Informationssystem etabliert, mit dem die Mitgliedsstaaten untereinander Informationen und Warnmeldungen austauschen können. Zudem soll das System auch dazu dienen, Cyber-Attacken und Computer-Kriminalität inklusive der Strafverfolgung systematisch EU-weit zu erfassen. Davon erhofft sich die EU ein realistisches Bild der tatsächlichen Gefahrenlage innerhalb Europas. Bisher führen etliche Länder Computerverbrechen nicht gesondert in der Kriminalstatistik aus. Wenn diese ganzen Maßnahmen entwickelt sind, werden sie den Mitgliedsstaaten als Empfehlung an die Hand gegeben. Die EU-Staaten sind nicht an diese Empfehlungen gebunden, aber in der Vergangenheit seien sie immer umgesetzt worden.

Großes Quiz Sind Sie ein Sicherheitsexperte?
Wissen kompakt Viren, Spyware und Trojaner

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Schockmoment übe den Wolken 
Spektakuläre Aufnahmen: Blitz schlägt in Flugzeug ein

Passiert ist zum Glück nichts ernsthaftes. Solche Fälle sind äußerst selten. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal