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Urheberrecht & Filesharing  

Musikindustrie gewinnt gegen Tauschnetzwerk

01.07.2009, 17:17 Uhr | t-online.de

US-Gericht verurteilt Datennetzwerk Usenet.com. (Screenshot: T-Online)US-Gericht verurteilt Datennetzwerk Usenet.com. (Screenshot: T-Online) Weiterer Erfolg für die Musikindustrie: Nach mehreren erfolgreichen Prozessen gegen einzelne Filesharer und dem erfolgreichen Verfahren gegen The Pirate Bay hat der Verband der Plattenlabels RIAA sich vor Gericht gegen das Datennetzwerk Usenet.com durchgesetzt. Die Seite stellt das aus den Anfängen des Internet übrig gebliebene Usenet seinen Nutzern zur Verfügung, um dort Daten und Nachrichten austauschen. Die Musikindustrie argumentierte, dass in diesem Parallel-Netz auch in großer Zahl urheberrechtlich geschützte Werke getauscht würden.

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In dem Netzwerk, das ähnlich wie ein Forum aufgebaut ist, trügen alleine 652 Diskussionsgruppen den Begriff "MP3" im Namen, so die Anwälte der RIAA. Dort würden "Millionen urheberrechtlich geschützter Tonaufnahmen" getauscht. Dieser Argumentation schloss sich der Richter Harold Baer am Bezirksgericht von New York an und sprach die Betreiber von Usenet.com in allen Anklagepunkten schuldig.

Chaotischer Prozess und verschwundene Beweise

Dem Urteil ging ein chaotischer Prozess voraus, in dem es unter anderem um verschwundene Zeugen und beseitigte Beweise gegangen war. So hatte Usenet.com gleich mehrfach trotz Ankündigung keine Zeugenaussagen zur Entkräftung der Vorwürfe vorbringen können. Außerdem hatte die RIAA das Unternehmen beschuldigt, gleich mehrere Festplatten mit von Mitarbeitern produzierten Inhalten vernichtet zu haben.

Musikindustrie mit Urteil zufrieden

Die RIAA zeigte sich indes zufrieden mit dem Urteil. "Wir sind erfreut, dass das Gericht nicht nur erkannt hat, dass Usenet.com direkt die Urheberrechte der Plattenfirmen verletzt hat, sondern auch das ungeheuerliche Fehlverhalten [der Firma] im Verlauf des Prozesses." Ein Strafmaß hat das Gericht in New York bisher noch nicht verkündet.

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