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Michael Jackson-Wurm ""Remembering Michael Jackson"

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Sicherheit - Neuer PC-Schädling  

Warnung vor Michael Jackson-Wurm

30.06.2009, 11:40 Uhr | Sascha Plischke & Yaw Awuku

Michael-Jackson-Trojaner kursieren durchs Internet (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Unter die Nachrichtenflut um Jackos Tod mischen sich immer mehr Spam-Mails. (Quelle: dpa) Mit geheimen Bildern und Songs von Michael Jackson versucht ein derzeit kursierender , Internetnutzer zu ködern und sich auf den Rechnern seiner Opfer zu installieren. Der Schädling verbreitet sich vornehmlich über E-Mails, in denen er unveröffentlichtes Material des verstorbenen King of Pop verspricht. Wer jedoch auf die enthaltene Archiv-Datei klickt, öffnet dem gefährlichen Wurm Tür und Tor.

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Die E-Mail erreicht die Nutzer mit dem Betreff "Remembering Michael Jackson", im Anhang befindet sich eine Datei mit dem Namen "Michael songs and pictures.zip". Darin befindet sich eine ausführbare Datei. In ihr verbergen sich jedoch nicht die versprochenen Inhalte, sondern ein gefährlicher Schädling. Sicherheitsdienstleister Symantec identifiziert ihn als "W32.Ackantta.F@mm", einen Wurm, der sich nach Installation selbständig per E-Mail und Wechselmedien wie USB-Sticks verbreitet.

Schädling entwaffnet seine Opfer

Dazu nimmt der Wurm zahlreiche Änderungen an zentralen Windows-Komponenten vor. Zunächst schaltet sämtliche Sicherheitsmaßnahmen ab. Dann konfiguriert er das System so, dass er automatisch auf jedes beschreibbare Medium wie etwa einen USB-Stick kopiert wird. Hat sich der Schädling einmal festgesetzt, durchsucht er die Festplatte seines Opfers nach E-Mail-Adressen, an die er sich dann weiter verschickt. Zuletzt nimmt der Wurm Kontakt mit einem Kontroll-Server auf und lädt weitere Schadsoftware nach. So können die Urheber des Schädlings den Rechner eines Opfers in aller Ruhe nach verwertbaren Informationen durchsuchen oder ihn zum Teil eines machen.

Spam-Welle rund um Jacksons Tod

Dieser Fall ist jedoch nicht der erste, in dem Online-Kriminelle versuchen, aus dem Tod des "King of Pop" Kapital zu schlagen. Bereits kurz nach der ersten Todesmeldung von Michael Jackson tauchten gefälschte Meldungen in Mail-Postfächern auf, die ebenfalls Exklusiv-Videos von Michael Jackson versprachen. Andere Spam-Mails tarnen sich als Nachrichten seriöser Medien wie CNN Mexiko oder der Los Angeles Times und locken die Empfänger mit Aufnahmen von Michael Jacksons totem Körper in die Falle. Wer diesen Links folgt, landet auf einer verseuchten Internetseite, die bösartige Software auf dem Computer installiert.

Fieser Trojaner statt Michael-Jackson-Video

Wie Argie Gallego von der Sicherheitsfirma Trend Micro erklärt, versteckt sich ein besonders bösartiger Trojaner hinter der gefälschten Meldung von CNN Mexiko. Anstelle des angekündigten Exklusiv-Videos erscheint nur die Aufforderung zu einem Adobe Flash-Update. Hinter dem Update verbirgt sich jedoch ein Trojaner, der es den erlaubt, infizierte PC fernzusteuern. Besonders fies: Selbst mit einem Klick auf die Abbrechen-Schaltfläche kann der Download des Trojaners nicht gestoppt werden. "Die Nutzer haben daher keine andere Wahl, als sich um die bösartige Datei auf ihrem System zu kümmern", sagte Gallego auf dem Firmen-Web-Blog.

Spam-Abzocke von Jacko-Fans

Mit einer anderen Masche nehmen die Online-Kriminellen besonders treue Michael-Jackson-Fans ins Visier. In Spam-Mails und dem sozialen Netzwerk Facebook fordern die Kriminellen auf, einer gewissen Michael Jackson Organization Geld zu spenden. Das humanitäre Vorbild des verstorbenen Popstars soll Jacko-Fans dabei den entscheidenden Ruck geben. Nach Aussage der Sicherheitsfirma Sophos, gaukelt die erwähnte Organisation jedoch nur einen seriösen Schein vor. In Wirklichkeit stecke hinter den Spendenaufrufen eine geschmacklose Abzocke, mit der einige Wenige aus Michael Jacksons Tod Profit schlagen wollen.

Experten warnen vor steigender Spam-Welle

Bisher traten derartige Michael-Jackson-Attacken vor allem im spanisch- und englischsprachigem Raum auf. Laut Sicherheitsexperten ist jedoch davon auszugehen, dass in den kommenden Tagen immer mehr Hacker versuchen werden Michael Jacksons Tod auszunutzen. Schock-Meldungen wie diese sind für Hacker und andere Online-Kriminelle stets ein gefundenes Fressen. Denn trotz altbekannter Maschen tappen Neugierige und Fans immer wieder in die Fallen von Cyber-Gangstern. Am besten schützen Sie sich vor derartigen Angriffen, wenn Sie die Spam-Mails sofort löschen. Außerdem sollten Sie aber über einen aktuellen Virenscanner und ein Anti-Spyware-Tool wie Spybot verfügen.

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