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Google Chrome OS  

Google fordert Windows heraus

08.07.2009, 10:43 Uhr | Sascha Plischke mit Material von dpa

Es ist eine Kampfansage: Mit der Ankündigung eines eigenen Betriebssystems greift der Internetkonzern nun das Kerngeschäft des Windows-Riesen Microsoft an. Kernstück des auf den Namen Google Chrome OS getauften Systems soll Googles hauseigener Internetbrowser sein. Es soll vor allem auf zum Einsatz kommen und den Anwendern idealen Zugang zu Googles Online-Diensten wie E-Mail oder Kalender bieten. Nachdem mit seiner eigenen Suchmaschine Googles Kerngeschäft bedroht, schlägt Google nun offenbar mit aller Härte zurück.

Erste Geräte mit dem neuen Betriebssystem sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 auf den Markt kommen, kündigte Google in einem Firmenblog in der Nacht zum Mittwoch an. Google Chrome OS sei grundsätzlich für alle Geräte von Mini-Notebooks bis zu großen Desktop-Rechnern gedacht. Zunächst solle es aber vor allem auf den auch Netbooks genannten Mini-Notebooks zum Einsatz kommen.

Großangriff mit vollmundigen Versprechen

Google geizte bei der Ankündigung nicht mit vollmundigen Versprechen. "Geschwindigkeit, Einfachheit und Sicherheit" sollen das Betriebssystem bestimmen, hieß es. Der Nutzer solle binnen weniger Sekunden nach Einschalten des Computers bereits im Internet surfen können. Google Chrome OS werde komplett neu entwickelt, damit "die Nutzer sich nicht um Viren, Schadsoftware und Sicherheits-Updates" kümmern müssen. "Es soll einfach laufen", gab Google als Devise aus. Das neue Betriebssystem sei für Menschen gedacht, die die meiste Zeit im Internet verbringen.

Konkurrenzkampf verschärft sich

Mit der Ankündigung von Google Chrome OS verstärkt sich der Konkurrenzkampf zwischen Internet-Primus Google und Microsoft noch weiter. Erst Ende Mai hatte Microsoft mit seiner Suchmaschine Bing einen Angriff auf Googles Kerngeschäft im Internet gestartet. Ein eigenes Betriebssystem zu veröffentlichen, das vor allem für die schnelle und komfortable Nutzung von Googles Internet-Anwendungen konzipiert ist, lässt sich als harter Gegenschlag werden. Auch Microsofts neues Betriebssystem soll demnächst auf Netbooks in aller Welt laufen.

Google Web-Applikationen im Mittelpunkt

Ein Rechner mit Google Chrome OS wäre völlig unabhängig von Microsoft-Produkten – Google bietet neben E-Mail und Kalender-Verwaltung auch eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation und eine Präsentationsanwendung im Netz an. Die Veröffentlichung von Google Chrome OS ist dabei auch eine Kampfansage an Microsoft in der Auseinandersetzung um die Gunst der Geschäftskunden. Rein zufällig hatte Google kurz vor der Ankündigung von Chrome OS die teils jahrelange Testphase für seine wichtigsten Web-Applikationen für beendet erklärt, unter anderem um das Vertrauen eben dieser Kundenschicht zu gewinnen.

Chrome OS basiert nicht auf Android

Technisch gesehen bestehe das Betriebssystem aus dem Google Chrome, der auf einem Linux-Kern laufe, erklärte Google. Linux ist ein freies Betriebssystem, das Microsoft bereits Kopfschmerzen bereitet hat. Für viele Experten überraschend ist, das Google Chrome OS nicht auf dem vor allem für kleine mobile Geräte wie Handys oder Netbooks gedachten Betriebssystem Android aufbaut. Google Chrome OS sei als Projekt unabhängig von dem zusammen mit zahlreichen Partnern aus der Mobilfunk-Branche entwickelten Android, betonte Google.

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