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Online-Kriminalität: Cyberkriminelle handeln effizient wie Firmen

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Internet-Kriminalität  

Cyberkriminelle handeln effizient wie Firmen

15.07.2009, 10:45 Uhr | Andreas Lerg

Cyberganster agieren wie Firmen, um Geld zu scheffeln. (Quelle: t-online.de)Cyberganster agieren wie Firmen, um Geld zu scheffeln. (Quelle: t-online.de) Geschäftstüchtig, effizient und profitorientiert: Cyberkriminelle arbeiten wie gut strukturierte Unternehmen und setzen ihr verbrecherisches Können und Wissen ein, um Geld zu scheffeln. Das bestätigt ein aktueller Sicherheitsbericht. Die verschiedenen Hacker-Angriffe und Spam-Attacken werden wie reguläre Dienstleistungen verkauft, für illegale Machenschaften vermietet.

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Ein Hacker ist ein pickliger Jugendlicher mit Geltungsdrang. Er sitzt einsam im heimischen Kinderzimmer und versucht mit seinem PC, im Rechner-System seiner Schule seine Noten zu verbessern. So klischeehaft stellen sich immer noch viele einen Hacker vor. Aber Hacker sind heute keine Einzeltäter mehr. Im Gegenteil, es sind gut organisierte Gruppen von Cyberkriminellen, denen es knallhart nur um Profit geht. In seinem aktuellen Sicherheitsbericht meldet das Netzwerktechnologie-Unternehmen Cisco das Entstehen einer Schattenwirtschaft im Internet. Die beteiligten Hacker und Kriminellen arbeiten mittlerweile ähnlich, wie legale Unternehmen in der IT-Branche.

Malware als Dienstleistung

Malware, also schädliche Software, bieten die Gangster in verschiedenen Service-Modellen an. Ein erfolgreich von legalen Unternehmen abgekupfertes Geschäftsmodell ist "Software as a Service". Dabei wird Software nicht gekauft, sondern nur für die Zeit der Nutzung gemietet. In diesem Falle handelt es sich dann eher um Malware als Dienstleistung. Dazu gehört vor allem die Vermietung von . So werden beispielsweise Millionen von Spam-Mails auf Bestellung verschickt.

Gezielte Spam-Wellen zu aktuellen Themen

Aktuelle Beispiele sind die Spam-Wellen während der Schweinegrippe im Frühjahr und zum Tod von Michael Jackson Ende Juni. In beiden Fällen wurde das immense öffentliche Interesse an dem Thema genutzt. Während der Schweinegrippe sollten passende Produkte wie Medikamente gegen Grippe in Spam-Mails verkauft werden. Beim King of Pop versuchten die Gangster, den trauernden Fans Malware getarnt als Bilder oder Songs von Jacko unterzujubeln. Aber die Botnetze werden auch gezielt zur Verteilung von Schadsoftware oder zum Angriff auf bestimmte Ziele wie US-Regierungsseiten eingesetzt.

Botnetze als Rückgrat der illegalen Geschäftsmodelle

Die zahlreichen Botnetze mit zigtausenden gekaperten Zombie-PCs bilden dabei immer mehr das Rückgrat der illegalen Geschäftsmodelle. Die Methode, Angriffe über ein riesiges Netzwerk weit verteilter Rechner durchzuführen, hat wesentliche Vorteile. Ein einzelnen Server kann einfach abgeschaltet werden, wenn er als Vehikel für illegale Machenschaften dient. Aber ein Botnetz mit mehreren hunderttausend infizierten, ferngelenkten und weltweit dezentral verteilten Computern, ist beinahe unbesiegbar. Dadurch können die Kriminellen mit diesen Killernetzen einen stabilen und zuverlässigen Service anbieten.

Soziale Netze sind der nächste Angriffsweg

Die Experten bei Cisco warnen davor, dass die sozialen Netze immer mehr in den Fokus der Cybergangster rücken. Wenn auf , Facebook & Co die Mitglieder sich untereinander Links schicken, wird den vermeintlichen virtuellen Freunden oft blind vertraut. Ungeprüft werden Links angeklickt. Nicht selten lassen diese als Kurz-URL sowieso nicht erkennen, auf welcher Internet-Seite man landet. Daher häufen sich Meldungen über gehackte Twitter-Accounts, mit denen dann Malware verbreitet werden soll. Oder es wird versucht, den Twitter-Dienst mit Wurm-Attacken zu manipulieren. Im Computer Insider lesen Sie ausführlich, wie Sie sich und Ihre Daten vor den Gefahren und Bedrohungen aus dem Internet schützen.

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