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Frau twittert während Banküberfall

15.07.2009, 11:25 Uhr | t-online.de

Von banal bis sensationell: Über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiten Menschen Informationen aus ihrem Leben. (Foto: dpa / picture alliance)Von banal bis sensationell: Über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiten Menschen Informationen aus ihrem Leben. (Foto: dpa / picture alliance) Eine Frau in New York hat einen Banküberfall damit verbracht, die Vorgänge live über den Internet-Kurznachrichtendienst zu verbreiten. Die 26-jährige Produzentin einer Talkshow-Webseite stand in der Schlange in ihrer Bank, als sie plötzlich den Überfall bemerkte. Weil ihr Handy beschädigt war konnte sie weder eine E-Mail schreiben noch telefonieren – also schickte sie einen Tweet.


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140 Zeichen, etwas weniger als eine SMS, hatte die Frau dabei zur Verfügung, um ihren Lesern von dem Überfall zu berichten. Das ist die Länge eines so genannten Tweets, den Kurznachrichten des Online-Dienstes Twitter. Sie werden gelesen von anderen Nutzern des Dienstes, die den Nachrichtenstrom des Twitternden abonniert haben. Schreiben lassen sich diese Kurznachrichten am heimischen Computer, oder eben per Mobiltelefon. Als der Überfall begann musste die junge Frau jedoch feststellen, dass die Steuerung ihres Handys nicht mehr funktionierte. Telefonieren konnte sie nicht wegen des Räubers, in das Menü für SMS konnte sie nicht navigieren. Das einzige, was noch erreichbar blieb, war das Internet – und damit Twitter.

Twitternde Bankkundin wird Netzberühmtheit

Im Fall des New Yorker Banküberfalls blieb die Story allerdings mager: Bis die Frau ihren ersten Tweet geschrieben hatte, war der Räuber schon wieder verschwunden – mit ganzen 500 Dollar Beute. Eine kleine Berühmtheit ist die twitternde Kundin dennoch, zumindest für ein paar Tage. Mehr als 200 Personen haben ihren Twitter-Feed zusätzlich abonniert, und auch ihr Blog verzeichnet zumindest in diesen Tagen deutlich mehr Besucher. Die Polizei war übrigens nicht per Twitter auf den Überfall aufmerksam geworden. Sie hatte schließlich jemand anderes alarmiert – ganz klassisch per Notruf.

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