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Twitter gehackt: Geheime Geschäftspläne gestohlen

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Microbloggingdienst bestohlen  

Twitter gehackt: Geheime Geschäftspläne gestohlen

16.07.2009, 11:18 Uhr | Andreas Lerg

Macht es Cyberkriminellen zu leicht? Der Mikroblogging-Dienst ist abermals Hackern zum Opfer gefallen. Die Täter stahlen firmeninternen Daten und Informationen. Ein gleichzeitig bekant gewordener Fall wirft kein gutes Licht auf die Sicherheitsmoral von Twitter.

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Die Hacker knackten bereits vor einem Monat den Google Account einer Verwaltungsmitarbeiterin. Auf diese Weise erhielten sie Zugang zu den Google Docs, den Kalendern und anderen von Twitter genutzten Google Apps. Damit erbeuteten die Hacker vor allem sensible Dokumente, die jetzt im Internet die Runde machen. Vermutlich genügte es den Hackern, das soziale Umfeld der Mitarbeiterin auszuspionieren, um das Passwort für den Google-Account ermitteln zu können.

Twitter berichtet über Einbruch

"Twitter, sogar offener, als wir es wollten." So überschrieb Twitter am Mittwoch den Blogeintrag, in dem das Unternehmen selbst recht offen mitteilt, einem virtuellen Einbrecher zum Opfer gefallen zu sein. Zu den insgesamt 300 gestohlenen Dokumenten gehören Finanzdaten und vor allem bisher geheime Geschäftspläne des Unternehmens.

E-Mail-Account der Ehefrau des Twitter-Chefs gehackt

Pikant dabei ist, dass die Angreifer sich auch gleich noch Zugang zum privaten E-Mail-Account der Ehefrau von Evan Williams verschafften. Er ist der Erfinder und Geschäftsführer von Twitter. Damit konnten sie über Umwege die Amazon- und PayPal-Daten des Twitter-Boss erbeuten und damit auch private Daten stehlen.

Daten und Accounts der Nutzer nicht betroffen

Twitter betont, dass der aktuelle Hackerangriff nur den Mitarbeitern von Twitter und den gestohlenen Informationen galt. Weder die Funktionalität des Microbloggingdienstes noch die Sicherheit der Nutzerkonten waren betroffen oder gefährdet. Es sei lediglich ein einzelner Screenshot eines Accounts unter den gestohlenen Dokumenten gewesen. Bisher machten vor allem Angriffe auf Twitter-Accounts beispielsweise von Britney Spears Schlagzeilen. Das Hacker diesmal nicht die Nutzer, sondern die internen Firmendaten im Visier haben, erweckt den Verdacht der Industriespionage. Ungewöhnlich ist nur, dass die Beute sogleich öffentlich im Internet verteilt wurde.

Unsicheres Passwort als Einladung für Hacker?

Ob es sich um besonders gewiefte Täter handelte oder Twitter diese mit zu laschen Sicherheitsbarrieren geradezu eingeladen hatte, ist nicht klar. Doch lässt ein gleichzeitig bekannt gewordener Fall Experten an der Sicherheitsmoral von Twitter zweifeln. Wie die US-Internetseite TechCrunch berichtet, benutzte der Bloggingdienst als Passwort für einen speziellen Server schlichtweg den Begriff "Password". Twitter ließ verlauten, dass durch diesen "Fehler" lediglich Zugang zu einer Suchfunktion möglich war. Unsichere Passworte dienen Hackern oft als Angriffspunkt. Wie Sie sich und ihre Daten mit sicheren Passworten und anderen Maßnahmen schützen, lesen Sie ausführlich im Computer Insider.

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