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Microsoft: Windows 7 jetzt doch mit Browser?

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Microsoft-Vorschlag an die EU-Kommission  

Windows 7 jetzt doch mit Browser?

27.07.2009, 13:51 Uhr | Christian Fenselau

Windows 7 jetzt doch mit Browser? (Quelle: dpa)Windows 7 jetzt doch mit Browser?Windows 7 soll jetzt doch einen Internet-Browser bekommen. vollzieht im Browser-Streit eine Kehrtwende und schlägt der EU-Kommission vor, dass bei der Neuinstallation um ein Auswahlfenster bereichert wird, in dem der Benutzer einen auswählen kann. Das ist das genaue Gegenteil dessen, was bis jetzt geplant war. Es sollte gar keinen Browser geben, nicht einmal den Internet Explorer.

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Der Software-Konzern will damit der EU-Kommission entgegenkommen. Wäre wie bei Windows Vista der automatisch mitinstalliert worden, hätten von der EU empfindliche Strafen gedroht. In einer Art Trotzreaktion entschied Microsoft dann, überhaupt keinen Browser auszuliefern. Das hätte viele Käufer vor Probleme gestellt. Wie einen Browser herunterladen, wenn man nicht ins Internet kommt?

EU-Kommission war unzufrieden

Die EU-Kommission war mit der ursprünglichen Entscheidung eher unzufrieden. Sie hätte für den Konsumenten keine Verbesserung der Situation bedeutet, sondern das Gegenteil. Ein per Zwang vorgesetzter Browser ist für einige Kunden immer noch besser als gar keiner. Die Kommission hätte sich von vornherein eine Auswahl gewünscht. Dann könnte jeder den Browser auswählen, den er später benutzen will. Das soll jetzt tatsächlich passieren. Die EU begrüßt den aktuellen Vorschlag und will ihn prüfen. Allerdings knüpft Microsoft das Entgegenkommen an Bedingungen.

Microsoft stellt Bedingungen

Der Internet Explorer 8.0 (IE8) soll nach dem neuen Vorschlag der Standard-Browser werden, der dann installiert wird, wenn der Käufer bei der Installation einfach weiterklickt. Die Abwahl des IE8 muss gezielt vorgenommen werden, ebenso die Auswahl für einen Alternativ-Browser. Wird der IE8 abgewählt, wird auch die Rendering-Engine, also der technische Untersatz, nicht installiert. Bei Windows XP und Vista war es bisher nur möglich, den IE "auszublenden", er bleibt aber installiert. Das soll sich nun ändern.

Keine endgültige Klarheit

Aus dem Vorschlag geht nicht hervor, welche Browser überhaupt zur Wahl stehen werden. Es würden alternative Browser angeboten, die bei Bedarf heruntergeladen und installiert würden, so Microsoft. Mehr Informationen stehen da nicht. Die Motive für diesen Schritt sind nicht eindeutig. Allerdings hätte Microsoft nach aktuellem Stand ein Problem mit dem Eigengewächs: Es ist momentan nicht möglich, einen Internet Explorer 8.0 für Windows 7 herunterzuladen, es gibt ihn noch nicht. Bisher war es so, dass die Download-Prozedur das genutzte Betriebssystem erkannte und nur die passende Version bereitstellte. Windows 7 gibt es in der fertigen Version aber noch nicht. Andere Browser wie Firefox lassen sich hingegen ohne Probleme herunterladen und später in Windows 7 installieren.

Jetzt doch mit Update-Funktion?

Die ursprüngliche Entscheidung, gar keinen Browser auszuliefern, würde dazu führen, dass von Windows 7 auch keine Upgrades angeboten werden. Ein Update hätte so funktionieren müssen, dass während der Installation von Windows 7 aus einem laufenden Windows Vista heraus der Internet Explorer deinstalliert wird. Dafür hätte der gesamte Update-Prozess technisch verändert werden müssen. Microsoft ersparte sich den Aufwand und will in Europa gar keine Updates anbieten – nach bisherigem Stand muss Windows 7 immer komplett neu installiert werden. Der neue Vorschlag könnte dazu führen, dass Updates wieder möglich sind, zumindest wenn bei der Installation von Windows 7 der Internet Explorer nicht abgewählt wird.

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