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Windows 7 vor Erscheinen geknackt

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Microsoft Windows  

Windows 7 schon vor Erscheinen geknackt

30.07.2009, 11:22 Uhr | Sascha Plischke

Schon geknackt: Piraten entern Windows 7. (Quelle: dpa) Schon geknackt: Piraten entern Windows 7.Offenbar ist es findigen Piraten gelungen, noch vor dem offiziellen Erscheinen des Betriebssystems zu knacken. Das berichtet das Online-Magazin MyDigitalLife. Wer die Methode nutzen möchte sollte zwar ein echter Experte sein. Das Auftauchen eines ersten funktionsfähigen Cracks zeigt jedoch, dass auch Windows 7 nicht lange vor dem Zugriff von Raubkopieren wird schützen können.

Dass es den Piraten bereits so früh gelungen ist, sämtliche Kopierschutzmaßnahmen von Microsoft für Windows 7 zu umgehen, ist überraschend. Zuletzt war es Raubkopierern bei gelungen, noch vor der Markteinführung des Betriebssystems eine funktionierende Knack-Methode zu finden. Das war im Oktober 2001. Dazwischen liegen mittlerweile acht Jahre, in denen Microsoft immer wieder seine Schutzmaßnahmen verbessert hat. So muss ein online aktiviert werden – geschieht das nicht, wird die Funktion des Systems nachhaltig eingeschränkt. Dennoch finden die Piraten immer wieder einen Weg, Microsoft ein Schnippchen zu schlagen.

Gestohlene Hersteller-Version analysiert

Die aktuelle Methode ist dabei zunächst nur etwas für Computer-Profis. Sie basiert auf einer ins Netz gelangten OEM-Version des Betriebssystems, die für die Vorinstallation auf Computern des chinesischen Herstellers Lenovo gedacht waren. Aus dieser Version konnten die Piraten den OEM-Produktschlüssel extrahieren, mit dem sich Windows 7 auf mehreren Computer aktivieren lässt. Ein normaler Produktschlüssel gilt nur für jeweils einen Computer. Ist er online aktiviert, akzeptiert er keine weitere Installation auf einem anderen Rechner. Bis Microsoft den betroffenen Schlüssel sperrt, lassen sich also beliebig viele Installationen von Windows 7 mit diesem Schlüssel aktivieren – ganz offiziell.

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Auch Windows 7 wird leichtes Opfer

Die Methode eignet sich zwar nicht zur Massenverbreitung – sie funktioniert nur mit dem ins Netz gelangten Lenovo-Windows, dass sich ohne aufwändige BIOS-Manipulationen nur auf Rechnern dieses Herstellers installieren lässt. Der Weg, auf dem die Piraten an den OEM-Schlüssel gelangen konnten, zeigt jedoch, dass sich die Sicherheits-Maßnahmen von Windows 7 und seinem Vorgänger kaum unterscheiden – und wie sich Vista knacken lässt, ist den Piraten seit Jahren bekannt. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis eine Massenverbreitung von Windows-7-Raubkopien in Tauschbörsen und auf asiatischen Schwarzmärkten stattfindet.

Microsoft warnt vor Windows 7-Raubkopien

Und genau davor warnt Microsoft schon jetzt. Gegenüber des US-Magazins BetaNews erklärte ein Firmensprecher, dass Anwender keine illegalen Kopien von Windows 7 in Tauschbörsen herunterladen sollten. Häufig seien solche Versionen mit Schadsoftware verseucht, die privaten Daten und Identitäten der Filesharer seien nicht mehr sicher. Dennoch stimmte Microsoft eines positiv: "Wir freuen uns, dass es die Anwender kaum erwarten können, Windows 7 zu nutzen."

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