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Filesharer verraten "Save House" von Barack Obama

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Filesharing Regulierung  

Filesharer verraten Obamas sicheres Haus

30.07.2009, 11:29 Uhr | Andreas Lerg

Sicherheitsrisiko Filesharing: Auf dem Filesharing-Dienst LimeWire gerieten geheime Informationen des FBI über den Standort eines so genannten "Safe House" für Präsident Obama und seine Familie an die Öffentlichkeit. Als Konsequenz dieses Sicherheitslecks fordern Regierungsstellen jetzt die staatliche Regulierung und Überwachung von Filesharing-Diensten.

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Ein "sicheres Haus" ist eine Art Ausweichquartier, in dem in einem Krisenfall wichtige Persönlichkeiten unerkannt versteckt werden. Sicher ist ein solches Quartier aber nur dann, wenn es geheim ist und niemand Standort und Details kennt. Der Standort eines solchen "Safe House" von US-Präsident Barack Obama ist jetzt über den Filesharing-Dienst LimeWire ins Internet und damit an die Öffentlichkeit geraten. In dem Peer-to-Peer-Dienst kursierten diverse geheime Dokumente des FBI und anderer staatlicher Stellen. Eines der Dokumente nannte den Standort des geheimen Safe House.

Ende des Selbstregulierung

Da dies nicht die ersten sicherheitsrelevanten Dokumente sind, die per Filesharing ins Internet durchgesickert sind, fordern US-Politiker jetzt strengere Maßnahmen. So sagt Edolphus Towns, Vorsitzender des House Oversight and Government Reform Committee: "Die Tage der Selbstregulierung der Filesharing-Industrie sollten vorbei sein. " Neben der staatlichen Regulierung strebt er ein Gesetz an, dass unsichere Peer-to-Peer-Software und offene Datentauschnetze von Computern und Netzwerken der Regierung und Verwaltung und mit diesen kooperierender externer Institutionen verbannen soll. Auch solle die Federal Communications Commission (FCC) die Filesharing-Industrie genauer unter die Lupe nehmen. Weiterhin will Towns, dass die Handelskommission FTC prüft, ob unzureichende Sicherheitseinrichtungen in bisheriger Peer-to-Peer-Software als Verstoß gegen fairen Handelpraxis zu werten ist.

Filesharing-Firmen widersprechen

Der Gründer von LimeWire, Mark Gorton, kommentiert: "Sind wir perfekt? Nein. Aber wir haben in den letzten Jahren enorme Anstrengungen unternommen, versehentlich falsche Filetransfers zu unterbinden." Interessengruppen im Bereich Filesharing sehen die Forderungen nach mehr Regulierung kritisch und werten es als fehlgeleitete Attacke gegen Peer-to-Peer-Software.

Sicherheitsexperten sehen hohes Risiko

Experten für Online-Sicherheit hingegen sehen die Filesharing-Dienste ebenfalls eher kritisch. So sagt Robert Boback von Tiversa, einer privaten Online-Sicherheits-Frima, dass über LimeWire problemlos zahlreiche vertrauliche Regierungsdokumente genau so einfach zu bekommen wären, wie Kinderpornografie. Seiner Auffassung nach macht Peer-to-Peer-Software es extrem einfach, vertrauliche Informationen aufzustöbern und zu verbreiten. Die Problematik liegt vor allem darin, dass ein unerfahrener Nutzer bei der Freigabe eines Ordners für den Datentausch eventuell Fehler macht und mehr Ordner und Daten freigibt, als er wollte.

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