Startseite
Sie sind hier: Home > Digital > Computer >

USA: Virtuelle Bankräuber stehlen über Internet 450.000 Dollar

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Online-Gangster  

Virtuelle Bankräuber stehlen 450.000 Dollar

24.09.2009, 17:29 Uhr | Andreas Lerg

Gangster erbeuteten bei virtuellem Bankraub 450.000 Dollar.Gangster erbeuteten bei virtuellem Bankraub 450.000 Dollar.

Spektakulärer virtueller Diebstahl: Online-Kriminelle haben in den USA knapp 450.000 Dollar von einem Bauunternehmer erbeutet - und das binnen weniger Sekunden. Sie schleusten einen spezialisierten auf den Computer ihres Opfers, für den selbst ein hoch entwickeltes Sicherheitssystem kein Hindernis war. Anschließend wickelten die Gangster massenhaft verdeckte Überweisungen parallel zu den eigentlichen Banktransfers des Opfers ab.

#

In den USA erbeuteten Kriminelle 447.000 US Dollar, die sie vom Bankkonto des Opfers per Online-Transaktion auf andere Konten umleiteten. Nicht nur, dass die Täter den doppelt gesicherten Zugang zur Bank knackten. Sie ermittelten auch das Zahlungslimit für Online-Überweisungen des Kontos und schöpften es vollständig aus.

27 Überweisungen

Den Gangstern gelang es, auf dem Computer des Buchhalters eines Bauunternehmers eine so genannte Crimeware unbemerkt einzuschleusen. Diese fing die doppelt gesicherten Zugangsdaten zum Rechenzentrum der Bank der Firma ab. Als der Buchhalter sich schließlich bei der Bank einloggte und eine legitime Online-Überweisung abwickelte, löste die feindliche Software in Sekunden insgesamt 27 Überweisungen aus. Damit verschob dieser "Echtzeit-Hack" fast 450.000 Dollar auf verschiedene Konten der Diebe.

Fast unüberwindbaren Schutz geknackt

Dass diese Kriminellen wahre Meister ihres Faches waren, zeigt sich daran, dass sie erfolgreich so genannte Einmal-Passworte knacken konnten. Diese Zahlencodes werden einmalig in Echtzeit zur Freigabe einer einzelnen Transaktion generiert und sind nur 30 bis 60 Sekunden gültig. Die Crimeware jedoch brachte es fertig, diese Passworte innerhalb dieses kurzen Zeitraums abzufangen und für die eigenen illegalen Überweisungen zu missbrauchen.

Trojaner trickst Antivirensoftware aus

Das Sicherheitsunternehmen Trusteer warnt, dass klassische Schutzmaßnahmen wie Antivirensoftware nicht immer Schutz gegen solche Angriffe bieten. Belegt wird das am Beispiel des Trojaners Zeus. Zeus ist auf das Abfangen von Daten für Online-Banking spezialisiert. Auf 55 Prozent der analysierten und mit Zeus infizierten Computer war Antivirensoftware installiert. Doch diese konnte nur bei 23 Prozent der Computer die Verseuchung mit Zeus abwehren.

#

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Profis undercover 
Verkleidete Bayern-Stars nehmen Schüler auf den Arm

Alaba, Rafinha und Ribéry sind für jeden Spaß zu haben. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal