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Australien: Computer-Virus bedroht Stromnetz

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Computer-Sicherheit  

Computer-Virus gefährdet Stromnetz

01.10.2009, 14:49 Uhr

Virus legt australisches Stromnetz lahm.Virus legt australisches Stromnetz lahm.

Kleine Ursache große Wirkung: In Teilen Australiens könnte bald vielleicht das Licht ausgehen. Wie der Sydney Morning Herald berichtet, ist das gesamte Computer-Netz des größten Energieversorgers Intergal Energy von einem befallen, der die Stromversorgung gefährdet. Diese Fall macht deutlich, wie real die Bedrohung durch Hackerangriffe im Cyber-Krieg oder Cyber-Terrorismus ist.

Die Versorgung eines Landes mit Strom zählt zu den kritischen Infrastrukturen. In Australien ist diese jetzt erstmals durch einen Computer-Virus akut gefährdet. Wie der Sydney Morning Herald berichtet, kämpft der zweitgrößte Stromversorger in der australischen Provinz New South Wales derzeit gegen einen Virus im Netzwerk an, der die Stromversorgung für 2,1 Milionen Haushalte beeinträchtigen könne.

Nur ein Virus gefährdet Stromversorgung

Das Computer-Netzwerk des Stromkonzerns ist vom Virus W32.Virut.CF befallen. Dieser ist eigentlich halbwegs harmlos und richtet nicht viel Schaden an. Der Virus aber verbreitet sich extrem schnell und effizient und bremst die befallenen Computer aus. Laut Intergal Energy müssen jetzt über tausend Computer-Arbeitsplätze komplett neu installiert werden, um die Lauffähigkeit des Systems wieder zu gewährleisten. Das Problem mit der Stromversorgung entsteht dadurch, dass es bei dem Unternehmen keine wirkliche Trennung zwischen dem Bürosystem und dem Kontrollsystem der Strom-Infrastruktur gibt. Wenn der Trojaner auf diese Kontrollsysteme übergreift und diese deaktiviert, gehen in der Region weitestgehend alle Lichter aus.

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Kritische Infrastruktur als Angriffsziel

Dieser aktuelle Vorfall macht erschreckend deutlich, wie effektiv im Cyber-Krieg oder beim Cyber-Terrorismus ein Hacker-Angriff sein kann. Wenn ein eher zufällig aufgetretener Computer-Virus bereits die Stromversorgung gefährdet, dann liegt auf der Hand, dass ein gezielter Angriff auf solche Infrastrukturen weitaus verheerendere Folgen haben kann. Fällt ein Stromanbieter in einem Land aus, dann können die anderen Stromanbieter diesen Ausfall in der Regel nicht abfangen. Sie werden überlastet und gehen ebenfalls in die Knie. Dieser Kaskadeneffekt kann in einem vollständigen, landesweiten Stromausfall enden. Die großen Stromausfälle an der US-Ostküste oder in Europa zeigen, dass diese Versorgungsnetze weitaus anfälliger sind als angenommen.

Ursache der Virusattacke ist peinlich

Die Ursache, die hinter dem Virenbefall bei Intergral Energy steckt, ist schon fast peinlich. Der Virus ist altbekannt, seine Abwehr ist simpel. Der Stromversorger hat sich den Schädling nur deshalb eingefangen, weil die Virensignaturen der vorhandenen netzweiten Anti-Virenlösung nicht aktualisiert wurden.

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